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!!!Zeit der Aufstände
!!Sondermarke
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Vor allem zur Zeit des 30-jährigen Krieges war Oberösterreich Schauplatz zahlreicher Unruhen. 1626 fand der sogenannte Oberösterreichische Bauernkrieg statt.
Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620, bei der die protestantischen Stände besiegt wurden, wurde das mehrheitlich protestantische Oberösterreich an das katholische Bayern verpfändet und die Gegenreformation vorangetrieben. Als die protestantische Bevölkerung sich dagegen wehrte, dass ihnen nun katholische Pfarrer vorgesetzt wurden, wurde der Protest niedergeschlagen und die Anführer wurden 1625 im Frankenburger Würfelspiel grausam bestraft. Im Jahr darauf brach der Bauernaufstand aus.
Angeführt wurde er vom charismatischen, jedoch kriegstaktisch unerfahrenen Bauern Stefan Fadinger und seinem Schwager, dem Wirt Christoph Zeller. Unter ihrer Führung eroberten die Bauernheere mit rund 40.000 Mann fast ganz Oberösterreich bis auf Linz und Enns. Bei der Belagerung von Linz wurde Stefan Fadinger bei einem Erkundungsritt am 6. Juli 1626 schwer verwundet, wenige Tage später verstarb er. Kurz danach fiel auch Zeller, und anrückende bayerische und kaiserliche Truppen besiegten schließlich die Aufständischen. Obwohl er nur wenige Wochen in Erscheinung trat, rankten sich bald Mythen um die Figur des Stefan Fadinger, Lieder und Geschichten erzählten von seinen Heldentaten im Kampf für Glaubensfreiheit und Gerechtigkeit. Die Briefmarke zeigt den Bauernführer mit einem im Stift Lambach erbeuteten Kelchglas in der rechten Hand. Das Gouache-Bild auf Pergament ist mit 1627 datiert und befindet sich in den Beständen des Schlossmuseums Linz.
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