!!!Notiz 005: Pickerl
von __[Martin Krusche|User/krusche martin]__

Wir nennen Klebebilder, die sich als Sammelobjekte eignen, aber auch die Prüfplakette, wie man sie auf die Frontscheiben von Autos klebt, ''Pickerl''. Dagegen hat sich dieser Begriff bisher nicht bei der Autobahnvignette durchgesetzt.
[{Image src='notiz005a.jpg' caption='Der Puch G wäre mir freilich als Briefmarke lieber gewesen. (Foto: Martin Krusche)' align='left' width='400' height='300'}]

Wer beim Kartenspielen vorschnell ausgespielt hat und die Karte zurücknehmen möchte, hört in Österreich: ''„Was liegt, das pickt!“'' Der Aufkleber. Der Sticker. Also das Pickerl, nicht zu verwechseln mit einem ''Peckerl'', einer Tätowierung.

Ich hab das Thema Pickerl in [Notiz #4|Wissenssammlungen/Essays/Mensch_und_Maschine/Haflinger/Notiz_004_Gute_Frage] erwähnt, im Zusammenhang mit ''Quartett-Karten'', die in meiner Kinderzeit auch als Sammelbilder verwendet wurden. Die österreichische Post hat vor einigen Jahren das Pickerl-Thema neu aufgegriffen und damit bei sammelfreudigen Menschen wir mir einiges Geld locker gemacht.

Das kam als Kombination von Automobil-Briefmarken, Pickerln und Pickerlalbum daher. Selbstverständlich hab ich mich verausgabt, um über Monate genug Briefchen heimzutragen, die jeweils Pickerl und Briefmarken enthielten.

Und das in Zeiten, wo Email boomt und Snail Mail nur mehr am Rande vorkommt. Das sind also definitiv Akzente in Richtung einer Sammler-Szene, wobei vor allem einschlägige Clubs hier Gelegenheit finden, ihre gelegentlichen Postsendungen mit entsprechenden Marken zu versehen. (Ich freu mich immer über Auto-Motive auf Postsendungen.)

Die Lücken füllten sich nur langsam, denn manche Motive blieben natürlich selten. Es war für mich Verpflichtung, auf jeden Fall so lange durchzuhalten, bis ich die Pickerl mit dem ''Puch G'' und mit dem ''Puchschammerl ''erwischt hab. Ich hab nun noch eine Menge Briefmarken vorrätig. (Und es paßt mir nicht, daß es nur den ''Defender ''als Briefmarke gab, den G-Wagen aber nicht.)
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[{Image src='notiz005b.jpg' class='image_block' caption=' Diesen „Puch 500“ halte ich für den 650er von Peter Piffl-Percevic. (Foto: Martin Krusche)' width='250' height='188'}]
[{Image src='notiz005c.jpg' class='image_block' caption='Das quälende Durchsuchen der Briefchen nach fehlenden Stücken. (Foto: Martin Krusche)' width='250' height='188'}]
[{Image src='notiz005d.jpg' class='image_block' caption='Pickerl einkleben oder einzeln behalten? Am besten beides, also die doppelte Anstrengung. (Foto: Martin Krusche)' width='250' height='188'}]
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Nun sind vermutlich nicht alle Puch-Fans für das Sammeln so anfällig wie ich. Hier finden Sie eine Notiz zu diesrem Thema: ''"[Suchen und Lauern|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/Suchen_und_Lauern]"'' (Wir sind Sammler auf vielfache Arten). Dabei machen Modellautos einen eigenen Schwerpunkt-Bereich aus: ''"[Klein aber fein|Wissenssammlungen/Essays/Mensch_und_Maschine/Automotive_8_Klein_und_fein]"'' (Auto-Miniaturen zwischen Spielzeug und Sammelobjekt). Schließlich hier noch eine Notiz zum ''"[Fachbuch auf Raten|Kunst_und_Kultur/Volkskultur_und_Mythen/Fachbuch_auf_Raten]"'' (Österreichische Automobilgeschichte in kleinen Bildchen).

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