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Belvedere#

1030 Wien 1030 Wien, Rennweg 6


Prinz Eugen von Savoyen (1663–1736) ließ sich das Schloss Belvedere von Johann Lucas von Hildebrandt (1668–1745) erbauen. Das barocke Ensemble besteht aus dem Oberen und dem Unteren Belvedere, zwischen denen sich eine repräsentative Parkanlage erstreckt. Die beiden Schlossbauten beherbergen Kunstsammlungen, die von 250 MitarbeiterInnen betreut und von jährlich 1,4 Mio. BesucherInnen besichtigt werden. 56.000 Personen schließen siich alljährlich den 3.900 Führungen an. Die Sammlungen umfassen 15.000 Kunstwerke aus acht Jahrhunderten, vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Dazu zählen die jeweils größten Sammlungen von Weren Gustav Klimts, des Biedermeiermalers Ferdinand Georg Waldmüller und des Barockbildhauers Franz X. Messerschmidt. Das Reserchcenter des Belvedere gibt jährlich rund 25 wissenschaftliche Publikationen heraus, veranstaltet Vorträge und Symposien. Unweit der Barockpalais gehört auch "Belvedere 21" im Quartier Belvedere, Arsenalstraße 1, für moderne Kunst zur Institution.



Oberes Belvedere #

1030 Wien, Prinz Eugen-Straße 27 1030 Wien, Prinz Eugen-Straße 27

Ab 1. März 2018 präsentiert sich das Obere Belvedere mit einer Neuaufstellung seiner Schausammlung. Die Sammlung des Belvedere umfasst an die 15.000 Meisterwerke aus acht Jahrhunderten Kunstgeschichte. Etwa 420 davon sind in der neuen Schau im Oberen Belvedere zu sehen. Es handelt sich um Werke von Rudolf von Alt Martino Altomonte Friedrich von Amerling Alexander Archipenko Johann Wolfgang Baumgartner Max Beckmann Wilhelm Bernatzik Albert Birkle Tina Blau Carl Blechen Herbert Boeckl Johann Christian Brand Leonhard von Brixen Paul Cézanne Lovis Corinth Gustave Courbet Josef Danhauser Charles-François Daubigny Jacques-Louis David Eugène Delacroix Franz Dobiaschofsky Josef Dobrowsky Georg Raphael Donner Thomas Ender Josef Engelhart Anton Faistauer Josef Feid Peter Fendi Josef Floch , Greta Freist Theodor Friedl Caspar David Friedrich Konrad von Friesach Rueland Frueauf d. Ä. Friedrich Heinrich Füger Joseph von Führich Helene Funke Akseli Gallén-Kallela Friedrich August Mathias Gauermann François Pascal Simon Gérard Richard Gerstl Vincent van Gogh Urban Görtschacher Daniel Gran Albert Paris Gütersloh Jacob Philipp Hackert Johann Baptist Hagenauer Philipp Ferdinand de Hamilton Felix Albrecht Harta Johann Jakob Hartmann Carry Hauser August Heinrich Ferdinand Hodler Karl Hofer Adolf Hölzel Theodor von Hörmann , Innsbrucker Hofmaler (Ludwig Konraiter ?) Franz Christoph Janneck Alexej von Jawlensky Jakob Kaschauer (Werkstatt) Fernand Khnopff Ernst Ludwig Kirchner Erika Giovanna Klien Gustav Klimt Max Klinger Hans Klocker Johann Knapp Josef Anton Koch Oskar Kokoschka Anton Kolig Broncia Koller-Pinell Barbara Krafft Johann Peter Krafft Josef Kreutzinger , Johann Kupetzky Max Kurzweil Andreas Lackner , Conrad Laib Johann Baptist Lampi d. Ä. Oskar Laske Fernand Léger Wilhelm Leibl Franz Lerch Max Liebermann , Friedrich Loos Elena Luksch-Makowska Hans Makart Édouard Manet Franz von Matsch Franz Anton Maulbertsch Meister der Anbetung mit dem Bindenschild Meister der St. Lambrechter Votivtafel (Werkstatt) Meister der Veitslegende Meister der Wiener Anbetung Meister des Albrechtsaltars Meister des Albrechtsaltars Meister des Krainburger Altars Meister des Schottenaltars Meister von Großgmain Meister von Großlobming Meister von Laufen Meister von Mondsee Meister von Schloss Lichtenstein Meister von Uttenheim , Franz Xaver Messerschmidt Martin van Meytens d. J. Michael Pacher (Werkstatt) Michaelermeister Jean-François Millet Martin von Molitor Carl Moll Claude Monet Marie-Louise von Motesiczky Leopold Carl Müller Michael Neder Josef Nigg Emil Nolde Maximilian Oppenheimer Max Pechstein Balthasar Permoser August von Pettenkofen Anton Petter Johann Georg Platzer Anna Maria Punz Josef Rebell Marx Reichlich Johann Baptist Reiter Pierre-Auguste Renoir Auguste Rodin Anton Romako , Johann Michael Rottmayr Johann Nepomuk Schaller Otto Rudolf Schatz Johann Evangelist Scheffer von Leonhardshoff Egon Schiele Carl Schindler Emil Jakob Schindler Johann Josef Schindler Ludwig Ferdinand Schnorr von Carolsfeld Carl Schuch Fritz Schwarz-Waldegg Moritz von Schwind Franz Sedlacek Giovanni Segantini Christian Seybold Franz Steinfeld Franz von Stuck Toyen Paul Troger Rudolf Wacker Ferdinand Georg Waldmüller Franz Wiegele Michael Zürn d. J. Das neue Konzept gliedert sich in Epochen- und Themenräume.

Erdgeschoss:

Geschichte des Belvedere
Das Belvedere hat eine wechselhafte Geschichte: Errichtung des Schlosses unter Prinz Eugen von Savoyen, Museumsgründung unter Maria Theresia bzw. Joseph II, Residenz des Thronfolgers Franz Ferdinand, Gründung der Modernen Galerie 1903, Zweiter Weltkrieg und Zeit des Nationalsozialismus, Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrags 1955 und heutige Rolle als modernes Museum.

Epoche Mittelalter
Kunst für Kirchen. Der spätgotische Flügelaltar. Gotische Skulptur

1.Obergeschoss:

Epoche Barock
Entstehung und Blüte in Österreich Der Künstler und seine Aufgaben Leben und Gesellschaft Franz Xaver Messerschmidt. Charakterköpfe.

Themenraum: Barockes Österreich?
Barocke Pracht erinnert an das Zeitalter des Absolutismus, der Entrücktheit weniger weltlicher und geistlicher Herrscher gegenüber der Masse des Volks. Auf der anderen Seite vermag barocke Kunst durch ihren Ausdruck, ihren Reichtum in der äußeren Erscheinung wie auch in der inhaltlichen Intensität viele Menschen zu fesseln. Der Barock prägt das Selbstverständnis Österreichs im 20. Jahrhundert. Die Kunst dieser Epoche findet man, teilweise gezielt, auch in staatstragender, repräsentativer Funktion wieder. So residiert der österreichische Bundespräsident in der barocken Residenz der Habsburger, und die Angelobung der Regierung findet unter dem Bild Maria Theresias statt.

Epoche Klassizismus & Biedermeier
Zeitenwende Romantik und Biedermeier Mensch und Glaube

Themenraum: Habsburg – Mythos und Wahrheit
Die Habsburger gehören bis 1918 zu den mächtigsten Dynastien Europas und stellen über Jahrhunderte den Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Um das Herrschergeschlecht ranken sich viele Legenden – von der Begründung des Hauses durch Rudolf von Habsburg bis zum Ende der Monarchie 1918. Besonders im 19. Jahrhundert haben Mythen rund um die Habsburger Hochkonjunktur. Ihre Verbreitung in Historienbildern soll dem Machterhalt im 1804 gegründeten Kaisertum Österreich dienen. Wie sehr den Regenten selbst an ihrem „Image“ gelegen war, zeigen die Darstellungen von Leopold I. bis Franz II. (I.) – wie sehr der Mythos Habsburg gegen 1900 seinen Glanz verlor, äußert sich in der „Affäre Mayerling“ rund um den Kronprinzen Rudolf.

Epoche Wien 1900
Die Welt eine Bühne Die Secession Gustav Klimt Das Primat der Form Psychologischer Expressionismus Existenzen in der Krise

Themenraum: Christian Philipp Müller: The Family of Austrians
Die Installation bezieht sich auf die weltweit wohl bekannteste Fotoausstellung The Family of Man, die 1955 im Museum of Modern Art in New York gezeigt und in der Folge in 38 Ländern von über neun Millionen Menschen gesehen wurde. Für diese Schau hatte Edward Steichen über 500 Fotografien aus 68 Ländern zusammengestellt, die die Universalität menschlicher Erfahrungen belegen sollten. Aus diesem Pool greift Müller jene Bilder heraus, die „Österreich“ repräsentieren. Die in den 1950er-Jahren angefertigten Aufnahmen zeigen folkloristisch-ländliche Motive zwischen Bauernstube, Kirchgang und Volksfest – ganz so als hätte die Moderne hier nicht stattgefunden.

2. Obergeschoss:

Epoche Biedermeier
Zwischen Salon und bürgerlichem Wohnzimmer Natur im Bild Realismus und Impressionismus Vom Abbild zur Farbe Themenraum:

Themenraum Österreich im Aufbruch
Ende des 19. Jahrhunderts erlebt Österreich-Ungarn enorme Umbrüche: Eisenbahn und Dampfschiff ermöglichen ungeahnte Mobilität, Industrieanlagen ersetzen Manufakturen, aus Städten werden Metropolen. Kunstschaffende beteiligen sich aktiv an diesem Veränderungsprozess. Romakos Admiral Tegetthoff erscheint als souveräner Herrscher seines gepanzerten Dampfschiffs. Bürgerliche treten mit herausragenden Leistungen an die Stelle von antiken Helden oder Feldherren. Nach dem Zweiten Weltkrieg müssen sich Kunstschaffende moderne Ausdrucksweisen zurückerobern. Abstraktion steht nun für Demokratie und Freiheit. Der vernunftorientierten Moderne hält Hundertwasser eine ökologische Kunst entgegen.

Ausstellungsansicht Schausammlung Neu. Themenraum Österreich im Exil. Foto: Johannes Stoll, © Belvedere, Wien

Epoche Zwischenkriegszeit
Farbexpressionismus Surreal und sachlich Konstruktive Tendenzen

Themenraum Österreich im Exil
Der Erste Weltkrieg und das Ende des Kaiserreichs Österreich-Ungarn sind der Beginn großer Migrationsbewegungen. ntellektuelle und Kunstschaffende strömen aus den Kronländern nach Wien. Auf die Gründung der Ersten Republik 1918/19 folgen schwere soziale und ökonomische Krisen. Antisemitische Ausbrüche häufen sich genauso wie Anfeindungen gegen „ausländische“ Mitbürgerinnen und Mitbürger. Schwierige Arbeitsbedingungen veranlassen viele, Wien den Rücken zu kehren, noch bevor sie durch den „Anschluss“ Österreichs 1938 ins Exil gezwungen werden. Nach 1945 wollen einige EmigrantInnen zurückkehren. Selten ist das erfolgreich.

Gustav Klimt, Forsthaus in Weißenbach I (Landhaus am Attersee), 1914 ©Belvedere, Wien, laut Restitutionsgesetz im Jahre 2001 an die rechtmäßigen Erben restituiert

Die neuen Klimt-Räume
Mit 24 Werken besitzt das Belvedere die größte Sammlung an Klimt-Gemälden. Darunter der KUSS als weltweit berühmtestes Bild eines österreichischen Künstlers, das jährlich rund eine Million BesucherInnen aus aller Welt anzieht. Die neue Schausammlung stellt die Klimt-Werke in einen neuen räumlichen und kunsthistorischen Kontext. Beispielsweise im Kuss-Raum das Bild Die Schwestern Karoline und Pauline Fey, dessen Maler Richard Gerstl, sich gegen die Malerei Klimts wandte. Oder das Gemälde Ver Sacrum von Elena Luksch-Makowska, einer der bedeutendsten Künstlerinnen Anfang des 20. Jahrhunderts. Klimts "Judith" ist im Kontext mit Werken der beiden Künstlerinnen Broncia Koller-Pinell und Elena Luksch-Makowska zu betrachten.
Zwei bemerkenswerte Neuzugänge von Gustav Klimt werden im Rahmen der neuen Schausammlung zu sehen sein. "Forsthaus in Weißenbach I (Landhaus am Attersee)" wird nach vielen Jahren wieder öffentlich gezeigt. Ein bisher unbekanntes Frühwerk Klimts "Bildnis Marie Kerner von Marilaun als Braut" (1862) wird als temporäre Leihgabe bis Mitte des Sommers ebenfalls im Oberen Belvedere ausgestellt.



Unteres Belvedere#

1030 Wien, Rennweg 6 1030 Wien, Rennweg 6

Die Bauarbeiten des Unteren Belvedere dauerten von 1712 bis 1716. Der Zugang führt am Rennweg durch das Wappen- und initialengeschmückte Mitteltor in den Ehrenhof und von dort – ursprünglich – in den Marmorsaal. Die Funktion des Unteren Belvedere war die eines Wohnschlosses, in dem sich auch Teile der Sammlungen des Prinzen Eugen befanden. Im Unteren Belvedere finden die repräsentativen Großausstellungen statt.

Orangerie#

1030 Wien, Rennweg 6 1030 Wien, Rennweg 6

Der beheizbare Wintergarten für Orangenbäume war ein Meisterwerk barocker Zimmermannskunst miit einem Schiebedach. Nach dem Tod Prinz Eugens und der Transferierung der Orangerie nach Schönbrunn wurde das „Pomeranzenhaus“ umgebaut, als Stall benützt und 1805 eine Zwischendecke eingezogen. Nach 1918 war ein Teil der Modernen Galerie, von 1953 bis 2007 das Museum mittelalterlicher Kunst in diesem Gebäude untergebracht. Die Architektin Susanne Zottl gestaltete 2007 in der Orangerie eine moderne Ausstellungshalle als White Cube.

Prunkstall #

1030 Wien, Rennweg 6 1030 Wien, Rennweg 6

In dem barocken Architekturjuwel, das die Leibpferde des Prinzen Eugen beherbergte, werden rund 150 Objekte der sakralen mittelalterlichen Kunst gezeigt. Themenspezifisch angeordnet finden sich hier Meisterwerke der Tafelmalerei, Skulpturen und gotische Flügelaltäre, darunter einer der frühesten Altäre dieser Art - der bereits um 1400 entstandene Obervellacher Altar.

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