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Allgemeines Krankenhaus#

AKH
Foto: ONB
Allgemeines Krankenhaus Wien (AKH). Das Wiener AKH geht auf das 1693 von Kaiser Leopold I. gegründete "Großarmen- und Invalidenhaus" zurück, das 1695 auf dem Areal zwischen Alserstraße, Spitalgasse und Garnisongasse eröffnet wurde. Bereits ein Jahr später beherbergte es mehr als 1000 Bedürftige. Die neue Widmung als "Allgemeines Krankenspital" erfolgte im Auftrag Kaiser Josephs II. 1784. Im 19. Jahrhundert wirkte dort ein Großteil der zur Wiener Medizinische Schule zählenden Ärzte und Forscher, darunter Carl von Rokitansky, Theodor Billroth oder Ignaz Semmelweis. Trotz laufender Erweiterungen wurde die Raumnot bald akut. Zwei Weltkriege und wirtschaftliche Krisenzeiten führten jedoch dazu, dass der Beschluss für einen Neubau erst 1957 fiel.

Im Sommer 1964 wurde mit dem Bau begonnen, 1968 folgten u. a. die Universitätskliniken für Kinderheilkunde, Psychiatrie und Tiefenpsychologie, danach die Tiefgarage. Mit dem vierten und gleichzeitig umfangreichsten Bauabschnitt wurde 1972 begonnen. Im Zuge der Bauarbeiten kam es zu einer enormen Kostenexplosion. Eine damit verbundene Schmiergeldaffäre führte zum größten österreichischen Bauskandal (AKH-Skandal). Trotz laufender Inbetriebnahmen von Kliniken, Ambulanzen und Spitalsbetrieb fand die feierliche Eröffnung erst 1994 statt.

Der Widmungsspruch aus dem Jahr 1784, "Saluti et solatio aegrorum" ("Zum Heil und Trost der Kranken"), der den Torbogen des Eingangs zum alten AKH zierte, ist nun auch am Eingang des neuen AKH angebracht.

Weiterführendes#

Literatur#

  • Österreich von A bis Z - Von Ostarrichi bis ins 21. Jahrhundert (Müller-Kaspar - Klima - Kastner - Dee – Jerlich), Verlag Tosa (2005), Wien, 400 S.