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Bad Ischl#

Bad Ischl
Wappen von Bad Ischl
© Verlag Ed. Hölzel, Wien

Bundesland: Oberösterreich Bad Ischl, Oberösterreich
Bezirk: Gmunden, Stadt (1940)
Einwohner: 14.100 (Stand 2006)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 469 m
Fläche: 162,83 km²
Postleitzahl: 4820
Website: www.bad-ischl.ooe.gv.at


Bad Ischl: Kaiservilla, © Christian Brandstätter Verlag, Wien
Bad Ischl: Kaiservilla
© Christian Brandstätter Verlag, Wien

Der Name kommt vom keltischen "Iscla". Bad Ischl, ein Kurort im Herzen des Salzkammerguts liegt an der Einmündung der Ischl in die Traun; bedeutendstes Solebad (27 % Kochsalz) in Österreich - Bezirks- und Arbeitsgericht, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Arbeitsmarktservice, Krankenhaus, Kurzentrum (Landeskuranstalten) mit Sole-Hallenwarmbad (30. C, gegen rheumatische, Atemwegs-, Gallen- und Leberleiden), Kongress- und Theaterhaus, Kurpark, Kurheime, Jugendgästehaus.

Stadtmuseum, Lehárvilla mit Museum und Haenel-Pancera-Museum (Pianistin), Fotomuseum des Landes Oberösterreich im "Marmorschlössl", Museum für Fahrzeuge, Technik und Luftfahrt, Operettenfestspiele von Juli bis September.

Seilbahn auf die Katrinalm (1542 m, Skigebiet), Golfplatz; Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium, 2 Höhere Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe (öffentliche und private), Handelsakademie, Höhere Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe.

Klein- und mittelbetriebliche Wirtschaftsstruktur, starkes Übergewicht des Dienstleistungssektors (rund 69 % der Beschäftigten 1991, besonders Hotellerie, Gastgewerbe und Handel), daneben einige Produktionsbetriebe: Erzeugung von Duschkabinen, Trachtenbekleidung, chemisch-kosmetisches Werk, Metallbau; Forstbetrieb und Tourismusbetrieb Dachsteinhöhlen der Österreichischen Bundesforste AG.

1442 urkundlich als Markt erwähnt; Salzabbau ab dem Mittelalter.

Aufschwung in der Biedermeierzeit (um 1823 Errichtung eines Solebades), langjähriger (1854-1914) Sommeraufenthaltsort Kaiser Franz Josephs I., daher viel Bausubstanz aus der Zeit der Monarchie: Lehár-Theater (1827, heute Kino), Trinkhalle (1829-31), Kaiservilla (1853 erneuert) mit Landschaftsgarten; im 19. Jahrhundert Mittelpunkt der Musik- und Theaterwelt (J. Brahms, J. Strauß Sohn, A. Bruckner, A. Girardi, E. K.lm.n, Franz Lehár); spätklassizistisches Rathaus, Postamtsgebäude (1893), Kurhaus (errichtet 1873-75, Wiederaufbau nach Brand 1965/66, Generalsanierung 1998-99, jetzt Kongress- und Theaterhaus), Krankenhaus (1908-10, später erweitert), Neues Kurhaus (1932, von C. Holzmeister); Pfarrkirche heiliger Nikolaus (1769-80) mit gotischem Turm und Altarbildern von L. Kupelwieser (1847); evangelische Kirche (1881); Kalvarienbergkapelle (18. Jahrhundert); Wallfahrtskirche Lauffen (heutiger Bau Mitte 15. Jahrhundert); in Pfandl Kirche "Maria an der Straße" (1956/57). Ischler Salzberg (680 m) mit Schau-Salzbergwerk bei Perneck.


--> Die Kaiservilla aus dem Buch "Hoamatland", © J. Steininger
--> Schlosspark Bad Ischl aus dem Buch "Hoamatland", © J. Steininger
--> Bad Ischl (Bildlexikon)
--> Lehar Villa (Museen)
--> Stadtmuseum (Museen)
--> Historische Bilder zu Bad Ischl (IMAGNO)

Literatur#

  • Österreichisches Städtebuch, Band I, Oberösterreich, 1968