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Benediktinerstift Melk#

Benediktinerstift Melk
Stift Melk - Foto: P. Diem

Unter Abt Berthold Dietmayr als barocker Klosterpalast in beherrschender Lage über der Donau 1702-36 von J. Prandtauer erbaut (fertiggestellt von J. Munggenast), mit 362 m langer Front und 1.365 Fenstern ein Monumentalbau von europäischem Ran.

Die Stiftskirche ist eine der bedeutendsten Barockkirchen Österreichs, 1702-26 von J. Prandtauer erbaut, von J. Munggenast bis 1734 fortgeführt und nach Brand bis 1746 erneuert (63 m hohe Kuppel nach Brand 1947 renoviert), mit Werken der Maler J. M. Rottmayr, G. Fanti, P. Troger, P. Widerin, großartiger Hochaltar, aufwendiges Orgelgehäuse (1733). Gräber des heiligen Koloman und der früheren Babenberger mit Gemahlinnen (barocke Denkmäler).

Klosteranlage mit Torbau und Basteien, Hauptgebäude um Prälatenhof, teilweise auf Vorgängerbauten errichtet, innen Prälatur mit Festsaal (Bildergalerie), Gemälde der Stiftspfarren, in der Schatzkammer "Melker Kreuz" (1362 und 1. Viertel 15. Jahrhundert), Tragaltärchen der Markgräfin Suanhild (11. Jahrhundert), Kolomanimonstranz (1752).

Im Kaisertrakt Gemälde der Babenberger und Habsburger, Museum mit romanischem Kruzifix (12. Jahrhundert), Tafelbilder von H. Egkel (15. Jahrhundert), Jörg Breu und P. Troger; Altane; Bibliothek mit Deckenfresko von P. Troger, im Oberstock Fresko von J. Bergl, 80.000 Bände, 1850 Handschriften, 868 Wiegendrucke; Schultrakt mit Kolomanisaal ("Studentenkapelle") mit Fresken von P. Troger; Konvikt, Park mit Gartenpavillon (F. Munggenast, 1747).

Berühmt sind im Stift Melk die Fresken in der Stiftskirche von Johann Michael Rottmayer (1716-1722) bzw. die Deckenfresken in Marmorsaal und Bibliothek von Paul Troger von 1731 und 1732. Weitere Troger-Fresken gibt es außerhalb des Besichtigungsbereiches im Festsaal der Prälatur, im Kolomanisaal und im Kaiseroratorium.

Von Rottmayr und Troger stammen auch fünf der sechs Altarbilder der Stiftskirche. Das sechste Altarbild, jenes beim Leopoldi-Altar von Georg Bachmann (1650), ist das einzige Bild, das beim barocken Neubau aus der alten Stiftskirche übernommen wurde. Es wurde wohl deshalb in der barocken Stiftskirche wieder aufgestellt, weil es eine Darstellung der Melker Gründungsgeschichte zum Inhalt hat.

Eine Besonderheit ist die Galerie am Kaisergang. Es handelt sich dabei um eine geschlossene Reihe von überlebensgroßen Porträts aller österreichischer Regenten von Markgraf Leopold I. bis Kaiser Karl I. von Josef Kremer (um 1750) bzw. ab Maria Theresia von zeitgenössischen Malern.

Von den im neugestalteten Stiftsmuseum ausgestellten Gemälden sind, neben einigen mittelalterlichen Tafelbildern und interessanten Veduten des Stiftes von 1736 aus der Vogelperspektive, die Altarbilder von Jörg Breu dem Älteren (um 1500/1502) zu nennen. Es handelt sich dabei um acht beidseitig bemalte Tafeln eines spätgotischen Flügelaltares mit Darstellungen u.a. der Passionsgeschichte und aus dem Marienleben.

Nur zu besonderen Gelegenheiten öffentlich zugänglich ist der Festsaal der Prälatur, der eine barocke Gemäldegalerie mit dem Tafelbild „Madonna in der Weinlaube“ von Lukas Cranach (um 1525) und 146 kleinformatigen Gemälden, großteils Kopien nach Werken des 17. und 18. Jhs., beherbergt.

Interessant sind die Fresken im barocken Gartenpavillon im Stiftspark Melk, die 1763/64 von Johann Wenzel Bergl geschaffen wurden. Das Deckenfresko im Hauptraum zeigt den Triumph des Lichtes und die vier damals bekannten Erdteile und in den Nebenräumen finden sich üppige Darstellungen exotischer Tier- und Pflanzenwelt (u.a. ist auch die Entdeckung Amerikas zu sehen). Der Gartenpavillon ist von Mai bis Oktober zu besichtigen.

Benediktinerstift Melk
© Stift Melk

Benediktinerstift Melk
© Stift Melk Foto: Brigitte Kobler
Benediktinerstift Melk
© Stift Melk Foto: Brigitte Kobler
Benediktinerstift Melk
Foto: Fremdenverkehrswerbung Trumler

Benediktinerstift Melk
Foto: Fremdenverkehrswerbung Trumler
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© Stift Melk Foto: Günter Prinesdom
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Benediktinerstift Melk
© Stift Melk Foto: Günter Prinesdom

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© Stift Melk Foto: Günter Prinesdom
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© Stift Melk Foto: Günter Prinesdom

Benediktinerstift Melk
© Stift Melk Foto: P. Martin Rotheneder
Benediktinerstift Melk
© Stift Melk Foto: Brigitte Kobler

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Redaktion: P. Diem