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Cumberland-Palais#

Wien 14 (Penzing): Um 1760 durch Umbau eines älteren Palais des Grafen Silva-Taroucca entstanden, führte das Cumberland-Palais den Namen "Lothringerhaus", weil es von der Schwester Kaiser Franz I. (Franz Stephan von Lothringen) bewohnt wurde. Das Palais wurde später nochmals verändert und teilweise abgetragen. 1867 wurde es mit einem Nachbarhaus zur Residenz von König Georg V. von Hannover umgebaut, der 1866 auf der Seite Österreichs gegen Preußen gekämpft hatte, nach der Niederlage bei Königgrätz aus seinem Land vertrieben worden war und fortan unter dem Titel Herzog von Cumberland in Österreich im Exil lebte. Im Palais befanden sich jahrelang Kunstsammlungen der Familie, darunter der berühmte Welfenschatz. Heute ist ein Teil Sitz des Max-Reinhardt-Seminars, ein anderer beherbergt die Tschechische Botschaft.