unbekannter Gast

Dornbirn#

Dornbirn
Wappen von Dornbirn

Bundesland: Vorarlberg Dornbirn, Vorarlberg
Bezirk: Dornbirn, Stadt (1901)
Einwohner: 48.121 (Stand 2016)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 437 m
Fläche: 120,93 km²
Postleitzahl: 6850
Website: www.dornbirn.at


Blick auf Dornbirn., © Copyright Österreich Werbung, Bohnacker.
Blick auf Dornbirn.
© Copyright Österreich Werbung, Bohnacker.

Größte Stadt in Vorarlberg, "Garten- und Messestadt" und bedeutendes Wirtschaftszentrum im Rheintal, an der Bündelung der Nord-Südverkehrslinien.

Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Arbeitsmarktservice, Eichamt, Gefangenenhaus, Krankenhaus, Arbeiterkammer, Ärztekammer für Vorarlberg, Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten, Gebietskrankenkasse, Kultur- und Kongresshaus, Stadthalle, Stadion Vorarlberg; Medienhaus Schwarzach ("Vorarlberger Nachrichten"), Studiogebäude des ORF, Segel- und Sportflugplatz Hohenems-Dornbirn, Institut für Textilchemie und -physik der Universität Innsbruck, Konsulate, Neuapostolische Kirche, SOS-Kinderdorf, Gehörlosenheim, Kolpinghaus, Eissportzentrum Eishalle, Dorotheum, Stadtmuseum, Vorarlberger Naturschau (modernes Naturkundemuseum, geologische, botanische und zoologische Sammlungen, Vorarlberger Siedlungsmuster), Fachhochschule, Bundesgymnasium, Bundesrealgymnasium, Bundesoberstufenrealgymnasium, 3 Berufsschulen, Haushaltungsschule, Bundeslehr- und -versuchsanstalt für Textilindustrie, Höhere Technische Lehranstalt des Vereins Technikum Vorarlberg, Werkmeisterschule des WIFI, Vorarlberger Landessportschule; Seilbahn auf den Karren (971 m).

Wirtschaftszentrum mit fortgeschrittenem Dienstleistungsbereich (rund 58 % der 18.597 Beschäftigten 1991, besonders in Handel sowie in persönlichen, sozialen und öffentlichen Diensten), trotz Krise und Personalabbau nach wie vor Schwerpunkt der österreichischen Textilindustrie, Elektro- und metallverarbeitende Industrie (Leuchten, Maschinenbau, Kräne, Gusswaren), Nahrungsmittel- (Ölz-Backwaren) und Keramikindustrie, Wachswaren, Brauereien; alljährlich im September Dornbirner Herbstmesse und im April Frühjahrsmesse auf dem Messegelände (Messepark).

Urkundlich 895 als "Torrinpuiron" (althochdeutsch bur = Siedlung; "Siedlung des Torro") erwähnt, wuchs aus mehreren Dörfern zusammen; Entwicklung der Textilindustrie seit Ende des 18. Jahrhunderts (1773 erste Spinnerei). Klassizistische Stadtpfarrkirche (1840), daneben das "Rote Haus" (1639, Holzbau mit Kreuzgiebel) als typisches Rheintaler Haus; Industriedenkmäler: 2 schindelgedeckte Fabriksgebäude (um 1830) mit Trockenturm (1894) in Wallenmahd. In der Umgebung Rappenloch-, Schaufel- und Alplochschlucht (Wasserfall) sowie Staufensee.

Daten zur Stadtgeschichte#

Mit freundlicher Genehmigung des Stadtarchivs Dornbirn

  • 895 Erste bekannte Nennung des Namens Dornbirns in einer St.Galler Urkunde: Torrinpuirron (Ansiedlung des Torro)
  • 1130 als "insignis villa", d.h. bedeutendes Dorf, bezeichnet
  • 1318 Die Ritter, ab 1560 Grafen von Ems erwerben die Besitzungen der Edlen von Sigberg in Mühlebach. Erster Emser Besitz auf Dornbirner Boden.
  • 1347 Ein Amann von Dornbirn, namens Huober, siegelt eine Urkunde. Ihm folgen bis 1849 68 freigewählte Ammänner, seit *1849 17 Bürgermeister
  • 1351 Die ersten Walser kommen ins Ebnit
  • 1380 Dornbirn wird habsburgisch. Die neue Herren versprechen Unteilbarkeit und Unverkäuflichkeit der Herrschaft
  • 1405-1408 Appenzellerkriege. Die Dornbirner kämpfen auf Seite der Schweizer gegen den Adel
  • 1628/29 Pest in Dornbirn. 820, d.s. mehr als ein Drittel der Bevölkerung
  • 1647 Schweden erobern Bregenz und besetzen Dornbirn.
  • 1655 Die Bauern verhindern unter Berufung auf das Versprechen von 1380 durch Zahlung von 4000 Gulden den Verkauf *Dornbirns an die Emser. Dornbirn erhält das heutige Wappen
  • 1771 Loskauf von Ems. Alle emsischen Leibeigenen und Güter werden um 45.250 Gulden abgelöst.
  • 1793 Erhebung zur Marktgemeinde
  • 1842 Abschaffung des Frondienstes für Gemeindezwecke
  • 1901 Stadterhebung
  • 1914-1918 Erster Weltkrieg. 604 Gefallene und Vermisste
  • 1932 Ebnit wird eingemeindet
  • 1938 Anschluss an das Deutsche Reich. Dornbirn wird Sitz der Kreisleitung
  • 1939-1945 Zweiter Weltkrieg. 837 Gefallene und Vermisste
  • 1949 Erste "Musterschau", heute Dornbirner Messe
  • 1969 Dornbirn wird Sitz der Bezirkshauptmannschaft
  • 1986 Am 8. September erreicht Dornbirn die Einwohnerzahl von 40.000
  • 1987 Eröffnung der Stadtstraße
  • 1989 Eröffnung der Fußgängerzone in der Stadtmitte
  • 1991 Der erste Stadtbus Vorarlbergs nimmt in Dornbirn seinen Betrieb auf.
  • 1994 Eröffnung der 1. Fachhochschule Österreichs
  • 1996 Neubau der Karrenbahn. Der Karren wird zum beliebten Ausflugsberg der Bodensee-Region
  • 2001 100-Jahr Feier der Stadt Dornbirn
  • 28.11.2008 Eröffnung der Stadtgarage

Literatur#

  • Österreichisches Städtebuch, Band III, Vorarlberg, 1973
  • W. Hämmerle, Beiträge zur Geographie der Stadt Dornbirn, Dissertation, Innsbruck 1974
  • W. Bundschuh, Bestandsaufnahme Heimat Dornbirn 1850-1950, 1990.

Weiterführendes#