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Fink, Tone#

* 1. 1. 1944, Schwarzenberg (Vorarlberg)


bildender Künstler, Filmemacher


Tone Fink wurde am 1. Jänner 1944 als Anton Fink in Schwarzenberg im Bregenzerwald geboren.

Er studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Max Weiler und Maximilian Melcher. 1969 legte er die Lehramtsprüfung für bildnerische Erziehung für höhere Schulen ab und erhielt das Diplom akad. Graphiker und Maler.

Seit den 1960er Jahren ist er vor allem als Zeichner, später auch als Bildhauer, Maler, Performance- und Filmkünstler tätig. Eines seiner zentralen Anliegen ist die Erweiterung des Kunstbegriffes, wobei er die unterschiedlichen Formen traditioneller Kunstgattungen spielerisch miteinander verbindet – Zeichnungen werden raumgreifend zum Objekt, zum Film und zur Performance erweitert. Grafik und Skulptur kombinierend, schafft er seit vielen Jahren Papierskulpturen (2011 machte er sich in der Arbeit "Tone mit Krone im Papiergewand" selbst zum skulpturalen Papierobjekt).

Weißes Papier ist sein Lieblingsmaterial: "Es ist sehr wandelbar, und man muss es nicht schweißen und schrauben, sondern kann es schneiden, reißen, wieder kleben, falten, durchlöchern. Besonders mag ich indisches Baumwollpapier.

1985 war er unter den Gründungsmitgliedern der österreichische Trickfilmgesellschaft "Asifa Austria" (Association internationale du film d'animation).

Seit den 1980er Jahren publiziert er auch Bücher, die er gerne übermalt, zuletzt etwa "Erotone Leibesübung" (2008) oder das "Tapiesbuch" (2008), für das er eine Monografie des katalanischen Künstlers Antoni Tapies überarbeitete. Auch für Mechanik interessiert sich Fink, was er in beweglichen Objekten verarbeitet, etwa Rollen, Walzen oder Kegeln.

Seit Jahrzehnten ist Tone Fink in Ausstellungen in Europa, Japan, Südamerika und den USA präsent: seit 1967 hatte er unzählige Ausstellungen (u.a. in der Secession, Kunsthalle Wien, MAK, Kunsthaus Bregenz, Martin Gropius Bau, Berlin, Museum Moderner Kunst Stiftung Wörlen, Passau), zahlreiche Aktionen und Performances bei internationalen Festivals (u.a. Steirischer Herbst, Bregenzer Festspielen, Wiener Festwochen, Quadriennale, Prag) und nahm an den Biennalen in Kairo (1998/99) und in Peking (2005) teil.

Von 1994 bis 2000 hatte Tone Fink einen Lehrauftrag an der Internationalen Sommerakademie Salzburg, wiederholt lehrte er an der Sommerakademie Traunkirchen.

Tone Fink lebt und arbeitet in Fußach (Bezirk Bregenz) und Wien. Anläßlich seines 70. Geburtstags sind etliche Ausstellungen geplant.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Preis der Stadt Wien für Bildende Künste, 1999
  • Ehrengabe des Landes Vorarlberg für Kunst
  • Auszeichnung bei Handwerk und Form, Bregenzerwald
  • Konstanzer Kunstpreis
  • Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien, 2013

Werke (Auswahl)#

Objekte, Performances, Skulpturen, Zeichnungen

Bücher

  • Zwischen den Bildern
  • Sehstücke
  • Strichfindlinge
  • PandÄmonium
  • Maikäferdompteur
  • Telefonbuch
  • Zeitrisse
  • Machart
  • Tone Fink
  • Weissbleich
  • Arbeiten auf Papier
  • Weiss Heute
  • Skulpturale Bilder
  • Coverentwürfe (Muster) für Geschenkbücher (Residenzverlag)
  • Erotone Leibesübung, 2008
  • Tapiesbuch, 2008

Kunstfilme

  • Fliegenfängerfahnen, 1981
  • Narrohut, 1982
  • Aus der Luft gegriffen, 1983
  • Katijubato, 1986
  • Falter 4, 1992

Einzelausstellungen (Auswahl):

Wien

  • Albertina, Secession, Museum moderner Kunst, MAK-NITE und Textilausstellung
  • Galerie Lang, Galerie Heike Curtze

Salzburg

  • Rupertinum, Künstlerhaus, Galerie im Traklhaus, Galerien Ropac und Academia

Graz

  • Kulturhaus

Vorarlberg

  • Künstlerhaus Thurn und Taxis Bregenz, Kunstverein Bregenz, Kunsthaus Bregenz
  • C. Art Galerie, Dornbirn

Weitere

  • Kunstverein Heidelberg
  • Kunstverein Unna und Flensburg
  • Folkwang Museum, Essen
  • Bodenseemuseum in Friedrichshafen
  • Museumsgalerie Bozen
  • Galerie Nothelfer, Berlin
  • Galerie Holtmann, Köln
  • Stampa, Basel
  • Gallery Ishikawa, Tokio
  • Gallery Aoi, Nagoya

--> Historische Bilder zu Tone Fink (IMAGNO)

Literatur#

  • W. Kotte, T. Finks Weiss-Sagungen, 1992
  • T. Fink. Mach.Art, 1998

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl