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Fladnitz an der Teichalm#

Wappen von Fladnitz an der Teichalm
Wappen von Fladnitz an der Teichalm[1]

Bundesland: Steiermark Fladnitz an der Teichalm, Steiermark
Bezirk: Weiz
Einwohner: 1.803 (Stand 2016)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 694 m
Fläche: 66,51 km²
Postleitzahl: 8163
Website: www.fladnitz.at
Mit 1.1.2015 wurde im Rahmen der Gemeindestrukturreform des Landes Steiermark die Gemeinde Fladnitz an der Teichalm mit
den Gemeinden Tulwitz und Tyrnau zusammengeschlossen. Die Gemeinde führt weiterhin den Namen Fladnitz an der Teichalm.
Die Grenzen der Bezirke Graz-Umgebung und Weiz wurden so geändert, dass die neue Gemeinde vollständig im Bezirk Weiz liegt.
[1] Durch die Gemeindezusammenlegung wurde das Wappen ab 1. 1. 2015 ungültig. Dieses muss von der Steiermärkischen Landesregierung neuerlich verliehen werden.


Die Gemeinde Fladnitz an der Teichalm (Bezirk Weiz) liegt an der Nordseite des Passailer Kessels im Grazer Berglands.

Die Gegend war bereits früh besiedelt - neben der nachgewiesenen illyrischen und keltischen Besiedlung hinterließ vor allem die Römerzeit deutliche Spuren. (Ein römischer Grabstein aus dem 1. Jahrhundert n. Ch. ist in der Kirchhofmauer rund um die Fladnitzer Pfarrkirche eingemauert, zwei weitere liegen im Joanneum in Graz.)

Ende des 6. Jahrhunderts kamen Slawen im Gefolge der Awaren in die Gegend und siedelten hier; nachdem das Gebiet 788 dem Frankenreich Karls des Großen einverleibt wurde, begann die bayrische Besiedlung des Beckens. 1240 wurde der Ort Fladnitz erstmals urkundlich erwähnt.

Über Jahrhunderte hinweg entwickelte sich die Gemeinde von einer rein bäuerlichen in eine stark touristisch orientierte Gemeinde.


Sehenswert im Ort bzw. der Gemeinde sind u.a.

  • Spätgotische Pfarrkirche (1486) mit gotischem Fresko und Rankenmalereien (frühes 16. Jh.) sowie barocken Hoch- und Seitenaltären, barocke Heiligenstatuen vor der Kirche
  • Bildstock (17. Jh.) bei Fladnitzberg
  • alte Hakenhöfe
  • Moorlehrpfad: der Moorlehrpfad führt auf Holzplanken rund um das Moor, das eines der letzten Latschenhochmoore in Österreich ist


Der Teichalmsee (1.200 m Seehöhe) ist sowohl im Sommer wie auch im Winter ein beliebtes Ausflugsziel. Im Sommer bietet Fladnitz außerdem verschiedene Rad- und Wanderwege (u.a. ein Moorwanderweg), aber auch Reitmöglichkeiten, Kutschenfahrten oder die 18-Loch-Golfanlage "Almenland"; im Winter stehen ein kleines Schigebiet und Langlaufloipen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es ein Schaubergwerk, Tropfsteinhöhlen, die Bärenschützklamm, und ein Freilichtmuseum zu erkunden.

Fladnitz ist das Herz des Naturparks Almenland, dem größten zusammenhängenden Almengebiet in Mitteleuropa. Fladnitz ist Klimabündnisgemeinde, Mitglied im Netzwerk "Gesunde Gemeinde" und seit 2006 Naturparkgemeinde.

Literatur#

  • I. Gollmann (Hg.), Rund um Fladnitz und die Teichalm, 1982