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Franziskaner, katholische Orden#

Verschiedene katholische Orden und Genossenschaften, die nach den Regeln des heiligen Franz von Assisi (1181/82-1226) leben. Dazu gehören die Franziskaner im engeren Sinn, die Minoriten und die Kapuziner. Ihre volksnahe Art der Seelsorge (besonders in Städten) und die Volksmission übten starken Einfluss auf das fromme Brauchtum aus (Kalvarienberge, Kreuzwege, Weihnachtskrippen, Wallfahrtsbetreuung).

Der so genannte zweite (weibliche) Orden der Klarissen hat sich in Österreich um 1255 in Judenburg niedergelassen. Heute bestehen zahlreiche nach der Drittordensregel des heiligen Franziskus lebende zentral organisierte Kongregationen bzw. Einzelklöster regulierter Tertiarinnen, unter anderem Arme Schulschwestern vom 3. Orden des heiligen Franziskus, Schwestern des 3. Ordens des heiligen Franziskus von der christlichen Liebe (Töchter der göttlichen Liebe in Wien, 1868 von F. Lechner gegründet), Schwestern des 3. Ordens von Kronburg (1867 gegründet), Schwestern des 3. Ordens der Kapuziner in Salzburg (1636 gegründet) und Schwestern des 3. Ordens in Hallein (1723), Graz-Eggenberg (1843), Vöcklabruck (1850) und Wien (1854). Sie stehen meist im Dienst der Krankenpflege, Waisen- und Mädchenfürsorge, Seelsorgehilfe und Missionstätigkeit und betreuen Kindergärten und Schulen.