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Gebirgsbahnen#

Österreich hat im Bau von Gebirgsbahnen Pionierarbeit geleistet; die Semmeringbahn war die erste Gebirgsbahn der Welt. Die Entwicklung der Gebirgsbahnen ist vor allem österreichischen Technikern zu danken, so den Lokomotivkonstrukteuren W. Engerth, J. Haswell, G. Sigl und K. Gölsdorf, dem Eisenbahnfachmann A. Negrelli, dem Erbauer der Semmeringbahn, K. von Ghega, dem Meister der Tunnelbaukunst, F. Rziha, und den Brückenbauern G. A. Wayß und J. Melan. Gebirgsbahnen führen entweder über den Pass selbst (Brennerbahn, 1867) oder in einem Scheiteltunnel (Semmering, 1854) durch den oberen Teil des Gebirges; sie winden sich teils durch Seitentäler entlang der Talrampe zur Höhe empor, mit dem Tunnel unweit der Passhöhe (1884 Arlbergtunnel, 10 km lang), teils durchfahren sie lange Basistunnel wie die Tauernbahn (1905, Tauerntunnel, 8,5 km lang) und die Karawankenbahn (1906, Karawankentunnel, 8 km lang). Erwähnt seien noch die Mariazeller Bahn (1906, elektrifiziert 1911) und die Mittenwaldbahn (1912) bei Innsbruck. In neuerer Zeit entstanden für den steigenden Fremdenverkehr zahlreiche Bergbahnen (Zahnrad-, Standseil- und Seilschwebebahnen sowie Berglifte).

Literatur#

  • M. Höfierer, Die Elektrifizierung der Alpenbahnen, Dissertation, Wien 1945
  • A. Schweiger-Lerchenfeld und E. Born, Die Überschienung der Alpen (1884), 1983