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Grünen, Die#

Abkürzung: "G"


'Die Grünen' - Parteilogo
Logo der Partei

Seit 1995 offizielle Bezeichnung "Die Grünen - Die Grüne Alternative (Grüne)", seit den Wahlen von 1986 im Nationalrat vertretene politische Partei, die umwelt-, demokratie- und sozialpolitische Anliegen in den Vordergrund stellt. Die Grünen sind eine Medien- und Wählerpartei (1996 rund 2500 Mitglieder). Sie haben den politischen Diskurs erweitert und den allgemeinen Kontrollstandard erhöht; der frühere Bundessprecher Peter Pilz trat besonders als Mitglied parlamentarischer Untersuchungsausschüsse hervor.


Frühere basisdemokratische Ansätze (Rotationsprinzip) und der spontane Politikstil wurden kontinuierlich zugunsten einer professionelleren Organisation aufgegeben. Die bei den Nationalratswahlen 1994 erfolgreiche Spitzenkandidatin Madeleine Petrovic wurde danach auch zur Bundessprecherin ihrer Partei gewählt. Nach der Wahlniederlage 1995 übernahm Christoph Chorherr die Funktion des Bundessprechers, übergab diese aber bereits 1997 an Alexander Van der Bellen; mit ihm als Spitzenkandidat konnten die Grünen bei den Nationalratswahlen 1999 und 2002 ihr bisher bestes Ergebnis erreichen. Bei der Nationalratswahl 2006 erreichten die Grünen erstmals den dritten Platz.


Nach Van der Bellens Rückzug nach der Nationalratswahl 2008 ist nunmehr Eva Glawischnig-Piesczek neue Vorsitzende.

Weiterführendes#


Wahlergebnisse der Grünen in ganz Österreich#

Wahljahr Stimmen % aller Stimmen Nationalratssitze Bundesratssitze
1986 234.028 4,8 8 -
1990 225.084 4,8 10 -
1994 338.538 7,3 13 -
1995 233.208 4,8 9 -
1999 342.260 7,4 14 -
2002 464.980 9,5 17 2
2006 520.130 11,1 21 4
2008 509.936 10,4 20 3

Landtagswahlen#

Land Jahr % aller Stimmen Landtagssitze Bundesratssitze
Burgenland 2005 5,21 2 -
Kärnten* 2009 3,80 2 -
Niederösterreich 2008 6,90 4 1
Oberösterreich 2003 9,06 5 1
Salzburg 2009 7,40 2 -
Steiermark 2005 4,73 3 -
Tirol 2008 10,70 4 1
Vorarlberg 2004 10,20 4 -
Wien 2005 14,63 14 1

Literatur#

  • M. Petrovic, Das grüne Projekt, 1994
  • F. Schandl und G. Schattauer, Die Grünen in Österreich, 1995, M. Leuthold, Grüne politische Bildung, 2000