unbekannter Gast

Glockengießerei Grassmayr GmbH#

Bild 'glockengiesserei__logo'

Seit 1599 bestehender Familienbetrieb mit Stammsitz in Innsbruck und Niederlassungen in Wien und Schärding. Neben Glockenguss sind Kunstguss, Handel mit Feuerwehrbedarfsausrüstungen, Altmetallen und Kunstgewerbeartikeln zusätzliche Tätigkeitsbereiche.


Die Geschichte der „GLOCKENGIESSEREI GRASSMAYR“#


SOLI DEO GLORIA – An Gottes Segen ist alles gelegen“ waren die ersten Worte im Wanderbuch des Bartlme Grassmayr, als dieser zum Praktizieren für mehrere Jahre auf Wanderschaft ging. Höhepunkt seiner Lehrjahre war die Tätigkeit beim Aachener Glockengießer Joan von Treer, wo sein Beruf als Gießer sich zur Berufung des Glockengießens entfaltete.

Zurück in Tirol, legte Bartlme Grassmayr 1599 in der Hafengießerei seiner Familie in Habichen im Ötztal mit dem Guss der ersten Glocke den Grundstein für das Familienunternehmen Grassmayr. Das Fachwissen der Glockengießer Grassmayr und das Geheimnis ihrer Glockenberechnungen werden seit über 4 Jahrhunderten sorgfältig gehütet, durch Forschungen laufend erweitert und immer wieder vom Vater auf den Sohn vererbt – als eine Tradition, die über 14 Generationen erhalten blieb. (Anmerkung: „Hafen“ war der Ausdruck für Glockspeistöpfe, also für die Vorläufer der heutigen Kochtöpfe)


Die Entwicklung des Unternehmens

Bild 'glockengiesserei__300-Jahr-Feier'

Mit der Verbesserung der Verkehrssysteme übersiedelte die Firma 1836 in die heutige Gießerei, den Ansitz Straßfried in Innsbruck. Aus kleinen Anläufen entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte das Familienunternehmen mit Betrieben in Feldkirch und Brixen zur größten Glockengießerei der einstigen österreichisch-ungarischen Monarchie.

Vor der Zeit der industriellen Revolution gab es neben den Glockengießern keine bedeutenden Gießereien. Sie waren somit die einzigen, welche die Fähigkeit hatten, Druckkessel für Feuerspritzen, Mörser, Kanonen, Bronzetafeln und Kunstguss herzustellen.

„Mit der Sehnsucht nach der Stradivari der Glocken“ werden in Einklang mit der Erfahrung der langen Tradition auch laufend Experimente und Forschungen durchgeführt, um die Kunden durch die Qualität zu erfreuen.

In über 100 Ländern der Erde erklingen Glocken der Innsbrucker Glockengießerei. Noch vor 15 Jahren wurden 95 % der Glocken an die katholische Kirche geliefert. Seither konnte die Produktion verdoppelt werden und zu den Kunden zählen z.B. auch orthodoxe christliche Kirchen, Buddhisten, Hinduisten, ... und vermehrt auch Private.

Als Ergebnis der geschichtlichen Entwicklung über nun mehr als 4 Jahrhunderte sind die Kernkompetenzen des Familienunternehmens: Glocken und Kirchturmtechnik, individueller Kunstguss und in Kombination mit der Glockengießerei das „Glockenmuseum“ und das „Glocken.Klang.Geschäft“.


Bild 'glockengiesserei__Avantgardistisches_Konzert_small'

Bild 'glockengiesserei__Glockenmantel_small'

Bild 'glockengiesserei__Engel_fliegen_small'

Bild 'glockengiesserei__Glocken_Mostar_small'

Bild 'glockengiesserei__Glockenweihe_Pless_small'


Die Kernkompetenzen

Eine besondere Stärke des Unternehmens ist die qualitätsorientierte Spezialisierung in schmalen Marktsegmenten, deren Betreuung Qualität und gutes Service erfordert.


  1. Der Glockenbereich: Die in Innsbruck gegossenen Glocken, welche sich durch ihre Töne auszeichnen (in einer Glocke müssen die fünf wichtigsten Teiltöne exakt harmonieren), erklingen weltweit in über 100 Ländern. Unter den österreichischen Glockengießereien ist das Unternehmen Marktführer. Die kleinste Glocke der Gießerei hat 4 cm Durchmesser, die größte mit über 10 Tonnen Gewicht einen Durchmesser von mehr als 2,5 Metern. Mit den Neubau der Glockengießerei können nun Glocken bis 37 to gegossen werden.

  2. Der Kirchturmbereich: Mit den Glocken hat sich das Unternehmen auch auf den Kirchturm spezialisiert. Glockenstühle, elektronische Läutemaschinen, spezielle Glockencomputer und Kirchturmuhren sind die Hauptprodukte. Neben der Herstellung werden auch die Montage und periodische Wartungen durchgeführt. Als besondere Marktstärke und Vorteil für den Kunden zeigt sich die Know-How-Konzentration mit der Vision „Kirchturmtechnik aus einer Hand“. So befindet sich im Innsbrucker Stammhaus direkt neben der Glockengießerei eine eigene Schlosserei, eine Elektrowerkstatt und für die komplizierten Holzarbeiten auch eine eigene Zimmerei.

  3. Der Kunstgussbereich: Was aus alter Tradition entstanden ist, ist heute ein schöne Verbindung zur Moderne - der Kunstguss: Bronzetafeln, Reliefs, Wappen, Türgriffe, Grabverzierungen, …Skulpturen.... bis hin zu Spezialbronzerohren, welche das Wasser „rechtsdrehend“ machen.

  4. Das „Glockenmuseum“: Den Hauch des alten Handwerks verspürt man beim Besuch im „Glockenmuseum“, das eine besondere Kombination aus Glockengießerei, Glockenmuseum und Klangraum darstellt. Diese interessante Vernetzung wurde sogar mit dem „Österreichischen Museumspreis“ und dem „Maecenas-Preis“ ausgezeichnet.

  5. Das „Glocken.Klang.Geschäft“: In Verbindung mit dem Museum werden im Verkaufsgeschäft Glocken aller Art sowie Schellen und dazugehörige Riemen und Gehänge angeboten. Erweitert wird das Sortiment durch Musikinstrumente und Klangkörper aus Metall. Aus alter Tradition des Kunstgusses werden „edle Zinnwaren“ verkauft.


Bild 'glockengiesserei__Engelskopf_Glockenkrone_small'

Bild 'glockengiesserei__Glockengiesserfamilie_Grassmayr_small'

Bild 'glockengiesserei__Glockentransport_small'

Bild 'glockengiesserei__Glockenengel_small'

Unternehmensdaten

Gründungsjahr der „Grassmayr Glockengießerei GmbH“: 1599 Mitarbeiter: ca. 35; Geschäftsführer: Johannes Grassmayr (1963); im Unternehmen zudem tätig: Peter Grassmayr (1966), Roland Grassmayr (1968), Christof Grassmayr (1938) Mit freundlichen Grüßen Die Glocken- und Kunstgießer Grassmayr Innsbruck, 2007

Weiterführendes#