Katholikentage#
Die Grundtendenz der Katholikentage war stets kirchen- und gesellschaftspolitischer Natur. Der 1. allgemeine österreichische Katholikentag wurde 1877 in Wien abgehalten. Auf ihm stand die Schulfrage im Mittelpunkt. Der 2. allgemeine österreichische Katholikentag 1889 in Wien behandelte die soziale Frage. Der 3. Katholikentag 1892 in Linz widmete sich hauptsächlich der katholischen Presse (Geburtsstunde der "Reichspost"). Der 4. Katholikentag 1896 in Salzburg forderte eine katholische Universität. Der in Wien abgehaltene 5. Katholikentag von 1905 brachte die Einigung der österreichischen Katholiken in einer Zentralorganisation (Katholischer Volksbund). Der 6. allgemeine Katholikentag 1907 in Wien stand im Zeichen des weltanschaulichen Kampfes um die Hochschulen. 1910 fand der 7. Katholikentag in Innsbruck statt. Der "Katholikentag der Deutschen Österreichs" 1913 in Linz war kein allgemeiner Katholikentag mehr. In der Zwischenkriegszeit wurden 1923 ein allgemeiner österreichischer Katholikentag und 1933 ein allgemeiner deutscher Katholikentag in Wien abgehalten. Dem Katholikentag 1952 mit dem Motto "Freiheit und Würde des Menschen" in Wien und dem Katholikentag 1962 in Salzburg mit dem Thema "Löscht den Geist nicht aus!" waren jeweils Studientage vorausgegangen. Der 13. österreichische Katholikentag 1974 in Wien wurde im Anschluss an den "Synodalen Vorgang" abgehalten. Der 14. österreichische Katholikentag 1983 stand im Zusammenhang mit dem Besuch von Papst Johannes Paul II. in Österreich.
Literatur: M. Liebmann, Österreichische Katholikentage, in: A. Kraxner und andere (Hg.), Österreichische Katholikentage 1983, 1984.
Andere interessante NID Beiträge