Alfons Kontarsky

Aloys und Alfons Kontrarsky in Schiras (1972)

Alfons Kontarsky (* 9. Oktober 1932 in Iserlohn; † 5. Mai 2010) war ein deutscher Pianist und Hochschullehrer.

Schon als Kind spielte er Klavier und Orgel. Ab 1953 studierte er vier Semester in Köln bei Else Schmitz-Gohr (Klavier) und bei Maurits Frank (Kammermusik). Mit seinem älteren Bruder Aloys gewann er 1955 in München den 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Danach, von 1955 bis 1957, perfektionierte sich das Brüderpaar bei Eduard Erdmann in Hamburg.

Anschließend begann eine internationale Karriere der Brüder als Klavierduo: seit 1957 waren sie auf Konzertreisen in Westeuropa und hatten Auftritte auf den Donaueschinger Musiktagen, dem Holland Festival, den Berliner Festwochen und weiteren Festivals; seit 1966 spielte das Duo jährlich in den Vereinigten Staaten. Weiterhin kam es zu ausgedehnten Tourneen in den Nahen Osten, nach Südafrika, Japan, Neuseeland und Australien sowie 1978 nach China. Als 1983 eine schwere Erkrankung von Aloys Kontarsky eintrat, löste sich das Duo auf. Gemeinsam mit dem jüngeren Bruder Bernhard Kontarsky traten sie gelegentlich auch als Trio auf.

Im Jahr 1967 wurde Alfons Kontarsky als Professor für Klavier an die Hochschule für Musik Köln berufen, 1979 wechselte er nach München. Von 1983 bis zur Emeritierung 2001 war er dann am Mozarteum in Salzburg als Hochschullehrer tätig.

Von 1970 bis 1975 bildete Alfons Kontarsky mit dem Violinisten Saschko Gawriloff und dem Cellisten Klaus Storck ein Trio. Schon seit 1951 hatte er engen Kontakt zur Neuen Musik. So interpretierte er Werke von Bernd Alois Zimmermann oder Karlheinz Stockhausen. Viele Werke sind für ihn geschrieben, ihm gewidmet und von ihm uraufgeführt. Er war Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und des Deutschen Musikrats.

Auszeichnungen

Schriften

  •  Schöpferischer Interpret und Lehrer. Zum 10. Todestag von Eduard Erdmann am 21. Juni. In: Neue Zeitschrift für Musik. Nr. 6, 1968, ISSN 0170-8791, S. 264.

Weblinks