Bodensee-Rundweg

Satellitenaufnahme vom Bodensee

Der Bodensee-Rundwanderweg, ausgeschildert als Bodensee-Rundweg, führt rund um den Bodensee durch die Staatsgebiete Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Die Wandervereine in Deutschland, Österreich und Schweiz zeichneten den Weg in den 1960er Jahren aus und weihten ihn im Oktober 1970 ein. Die Zielsetzung war, für die Besucher der Erholungsorte am See ufernahe Wandermöglichkeiten auszuweisen. Der ursprünglich ausgezeichnete Weg ist 256 Kilometer lang. [1]

Wegführung

Nicht alle Uferzonen sind wegen Industrieansiedlungen, Bebauung und Naturschutzgebieten zugänglich. Dann verläuft der Weg um diese Zonen herum. Auch im Mündungsgebiet der Flüsse, wie z. B. Leiblach, Bregenzer Ach, kanalisierter Rhein und alter Rhein müssen manchmal beträchtliche Wegstrecken ins Landesinnere bis zur nächsten Brücke oder Grenzübergangsstelle zurückgelegt werden. Manchmal verläuft er auch wegen verkehrsreicher Uferstraßen oder wegen der Aussichtsmöglichkeiten als Höhenweg über dem See.

Die Markierung des Bodensee-Rundwanderweges ist ein rechtsgerundeter Pfeil um blauen Punkt. In der Schweiz werden stattdessen die Teilziele auf gelbgrundigen Wegweisertäfelchen angegeben. Die Beschriftung ist oftmals auf den Hinweis „Wanderweg“ reduziert.

Diese Wegbeschreibung bedarf einer Überarbeitung: Da hier seit Monaten die falsche Beschreibung steht, habe ich den Baustein gesetzt, siehe hierzu auch Diskussion:Bodensee-Rundweg#Bodensee-Rundweg oder einfach wassernah? --DF5GO 20:38, 30. Apr. 2012 (CEST) Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Die Teilstrecken

Eine gute Beschreibung der Etappen befindet sich in den Randnotizen der Kompass-Wanderkarte des Bodensees. Detailliertere Beschreibungen durch Infotafeln entlang oder in der Nähe des Bodensee-Rundwanderwegs befinden sich auf den Teilstrecken des Bodenseepfades. Weitere Anregungen finden sich in den Beschreibungen des Bodensee-Radweges. Auch Umrundungen um den Obersee, Überlinger See oder den Untersee bzw. Teilstrecken sind für Kurzurlauber machbar.

Rund um den Obersee

Blick über das Alte Schloss in Meersburg auf Konstanz-Staad

Von Meersburg nach Immenstaad: Aus der Meersburger Unterstadt mit ihrem Hafen führt der Weg unterhalb der Rebhänge über das Rebgut Haltnau zum Fischerdorf Hagnau zur Schiffslandestelle (in der Grünanlage befindet sich ein Erinnerungsstein an die vorletzte Seegfrörne). Von dort um das Freibad am Seeufer herum, dann ufernah nach Immenstaad am Bodensee zur dortigen Schiffsanlegestelle.

Landesteg für die Bodenseeschiffe in Hagnau am Bodensee

Von Immenstaad nach Friedrichshafen: Von der Schiffsanlegestelle in Immenstaad längs des Ufers zum Campingplatz. Von dort landeinwärts zur Bundesstraße 31. Ab dort bis nach Manzell immer neben der B 31 bleiben, da es keinen durchgehenden Weg am Ufer gibt (am Industriegebiet und am Grenzhof vorbei, durch Fischbach, über die Überführung bei Manzell). Danach Abzweig seewärts nach Seemoos, um das württembergische Schloss herum. Dann entlang der prächtigen Seepromenade von Friedrichshafen bis zum Hafen und Zeppelin Museum (alter Hafenbahnhof).

Uferpromenade von Friedrichshafen

Von Friedrichshafen nach Kressbronn: Von Friedrichshafener Hafen am Großparkplatz vorbei. Von der Straße rechts ab in das Naturschutzgebiet Eriskircher Ried, über die Schussen, durch Langenargen am Schloss Montfort vorbei, über die Argen zur Schiffsanlegestelle von Kressbronn.

Von Kressbronn nach Lindau: Von der Schiffsanlegestelle Kressbronn nach Nonnenhorn. Danach teilweise landeinwärts und teilweise ufernah nach Wasserburg, in dessen Kirche die Daten der letzten Seegfrörne dokumentiert sind. Von dort teilweise landeinwärts nach Bad Schachen, einem Stadtteil von Lindau. Danach wegen der Sperrung des Ufers durch Villen landeinwärts und schließlich über den Bahndamm zum Hafen der Insel Lindau.

Stimmung am Bodensee bei Föhn

Von Lindau nach Bregenz: Vom Hafen von Lindau diesmal die östlich gelegene Straßenbrücke zum Festland nehmen, weiter ufernah und dann am Fluss Leiblach zur landeinwärts gelegenen Brücke des Straßengrenzübergangs nach Österreich. Entlang des Bahndamms zum Bahnhof von Lochau/Hörbranz, wo in den Grünanlagen eine weiße Marmorstele an die Daten der Seegfrörnen und der Hochwasserstände erinnert. Dann an der Bahnlinie und später an der schräg abfallenden Seeuferbefestigung zum Hafen von Bregenz.

Seebühne in Bregenz

Von Bregenz nach Fußach: Vom Hafen in Bregenz an der Seebühne der Bregenzer Festspiele vorbei, weiter am Bodenseeufer (in der Ferne das Kloster Mehrerau) bis zur Bregenzer Ach. An diesem Fluss landeinwärts, an den Stromschnellen vorbei bis zur und über die Straßenbrücke. Am gegenüberliegenden Ufer durch Hard zum Hafen, von dort zur Dornbirner Ach und am Flussufer wieder landeinwärts. Dann die Straßenbrücke über den Doppellauf der Dornbirner Ach und den schnell fließenden Rhein nach Fußach zur Haltestelle des städtischen Autobusses nach Bregenz.

Rohrspitz; Bauer beim Mähen

Von Fußach nach Rorschach: Von der Bushaltestelle in Fußach zum Naturschutzgebiet Rohrspitz/Rheindelta, auf dem Weg am Schilfgürtel des Naturschutzgebietes Richtung Rohrspitz und auf der Hochwasser-Deichkrone Richtung Rheinspitz bis zum alten Rheinlauf, am Ufer des alten Rheins sehr weit landeinwärts bis zur Holzbrücke für Fußgänger bei Gaißau. Dort hinüber zum Schweizer Ufer, zwischen Autobahn und Schweizer Rheinufer Richtung Flugplatz Altenrhein. Von dort entlang der Autostraße 13 Richtung Rorschach zum Bahnhof.

Von Rorschach nach Romanshorn: Vom Hafen von Rorschach manchmal am Ufer, manchmal an der Straße entlang nach Arbon und zum Fährehafen von Romanshorn.

Von Romanshorn nach Kreuzlingen: Vom Bahnhof in Romanshorn zwischen Bahnlinie und Seeufer nach Münsterlingen (wo oberhalb in der Klosterkirche seit 1963 die Holzbüste des Johannes steht, bis sie bei einer neuen Seegfrörne in einer Prozession quer über den Obersee zur deutschen Partnergemeinde Hagnau getragen wird). Durch das Gelände der Kliniken von Münsterlingen nach Bottighofen. Von dort am Schweizer Ufer des Konstanzer Trichters durch den Seeburg-Park zum Hafen von Kreuzlingen. Von dort zum Bahnhof Kreuzlingen oder durch den Zoll zum Hafen von Konstanz mit Schiffsverbindung nach Meersburg.

Sonnenuntergang über Konstanz (Juli 2006)

Von Konstanz-Hafen nach Konstanz-Staad: Vom Hafen am Konzilsgebäude vorbei, zwischen Bahnlinie und Stadtgarten, dann am historischen Insel-Hotel vorbei über die Rheinbrücke von Konstanz, die den Seerhein überquert. Von der Brücke die Treppe hinunter zur Seestraße nehmen. Am Seeufer Richtung Freizeitbad Jakob, Freibad Horn („Hörnle“) mit Leuchtturm im See, zum Wasserwerk und zum Fährehafen Staad.

Durch das Übersetzen mit der Fähre nach Meersburg ist die Umrundung des Obersees abgeschlossen.

Rund um den Überlinger See

Die Insel Mainau von Süden aus gesehen

Von Konstanz-Staad nach Wallhausen: Am Fährehafen in Staad geht in der Mitte der bergauf führenden Schiffstraße der Weg rechts zum Südufer des Überlinger Sees ab. Wegen der Bewaldung und des Wegverlaufs oberhalb des Sees gibt es keinen direkten Kontakt mit dem Seeufer. Bis nach Wallhausen verlaufen der Bodensee-Rundwanderweg und der Bodensee-Radweg auf derselben Trasse. Stationen auf der Wanderung sind der Zugang zur Insel Mainau, die Ortschaften Litzelstetten, Dingelsdorf und die Schiffsanlegestelle von Wallhausen. Von Wallhausen ist eine Rückfahrt nach Konstanz mit dem städtischen Bus oder die Überquerung des Sees mit der Personenschifffahrt Wallhausen - Überlingen möglich.

Weinbau am Bodensee (Birnau)

Von Wallhausen nach Bodman: Von der Schiffsanlegestelle Wallhausen geht es auf einem schmalen, für die Radfahrer gesperrten, bewaldeten Fußweg am Steilabfall des Bodanrücks knapp oberhalb des Seeufers durch den Wald. Nach rund 1,5 km Wegstrecke liegt rechts, noch hinter dem Abfall vom Flach- zum Tiefwasser („Felsen“), die ovale Felsnadel Teufelstisch. Zu erkennen ist der Teufelstisch durch die Rückseite des Seezeichens 22 sowie durch die hellere Färbung des Wassers. Über die Marienschlucht am steil abfallenden Bodanrück zum Ort Bodman. Vorbei am Schloss Bodman zur Schiffsanlegestelle Bodman. Von dort mit dem einige Male am Tag verkehrenden Schiff der Motorbootgesellschaft Bodman mbH im Zickzack-Kurs nach Überlingen.

Von Bodman nach Sipplingen: Vom Hafen in Bodman führt der Weg in die Kaiserpfalzstraße Richtung Ludwigshafen. Links am Berg die Freilichtausstellung zahlreicher Skulpturen von Peter Lenk. Danach geht es entlang am Schilfgürtel und Auwald. Die Sicht auf den See ist nur einige Male möglich, z. B. an den Aussichtspunkten zur Beobachtung der rastenden Zugvögel. Entlang am Ufergebüsch unterhalb der Bodensee-Gürtelbahn geht es zum ehemaligen badischen Hauptzollamt am Ludwigshafener Hafen. An der Schmalseite des ehemaligen Zollamts befindet sich ein Relief von Peter Lenk zur Umbenennung des Ortes von Sernatingen in Ludwigshafen und zu neueren Eingriffen wie etwa der Finanzkrise. Weiter geht es entlang des Ludwigshafener Seeufers, die Bahnlinie wird unterquert, danach Überquerung der B 31. Ein Höhenweg führt 15 bis 100 Meter oberhalb des Sees durch Obstplantagen und Wald mit guter Seesicht. Am Ortseingang zu Sipplingen führt der Weg hinab zur Seepromenade, die zwischen Eisenbahnlinie und See bis zum Hafen von Sipplingen führt.

Anlegestelle in Überlingen

Von Sipplingen nach Überlingen: Auf der nördlichen Seite des Überlinger Sees zwischen Ludwigshafen und Überlingen werden ufernahe Wege durch die Bahngleise, die Straße und durch aufsteigende Hügel eingeschnürt. Ab Sipplingen bis Überlingen ist der Bodensee-Rundwanderweg in seiner Wegführung als Höhenweg auch nicht empfehlenswert, weil starke Steigungen, steil abfallende Wegkanten und uneinheitliche Wegqualität die Wanderung extrem beeinträchtigen.

Rekonstruierte Pfahlbauten in Unteruhldingen

Stattdessen wird die Strecke vom Hafen von Sipplingen entlang der vielbefahrenen B 31 und der Bodenseegürtelbahn nach Überlingen gewählt. Direkt am Seeufer gibt es keinen Weg. Kurz vor Überlingen ragt steil der Molassefelsen an der Straße auf. Es folgt die St. Sylvester-Kapelle in Goldbach aus der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts mit Wandmalereien. Kurz vor Überquerung des Bahnübergangs bietet sich ein Abstecher zur Oberen Bahnhofstraße an, wo an einem der Stolleneingänge zwei Gedenktafeln und ein Kreuz an die Opfer anlässlich des Baus des Goldbacher Stollens in der nationalsozialistischen Zeit erinnern. Dann folgt die Überlinger Therme. Danach führt der Weg durch Grünanlagen und direkt am Seeufer bis zum Überlinger Hafen.

Von Überlingen nach Meersburg: Dieser Abschnitt führt entlang des Seeufers von der Promenade am Hafen von Überlingen nach Nußdorf und Schloss Maurach unterhalb der Wallfahrtskirche Birnau, dann durch das Seefeldener Naturschutzgebiet nach Unteruhldingen mit dem Pfahlbaumuseum Unteruhldingen. Von Unteruhldingen geht es unterhalb der alten Bundesstraße direkt am Seeufer zum Fährhafen Meersburg, dort in die Unterstadt mit Seepromenade.

Mit der Fähre nach Konstanz-Staad. Damit ist die Umrundung des Überlinger Sees abgeschlossen.

Schweizer Uferabschnitt des Untersees

Von Konstanz nach Berlingen: Vom Konstanzer Hafen über die Marktstätte, Kanzleistraße in die Gottlieber Straße. Am Ende dieser Straße wird die Autobahn über eine Fußgängerbrücke überquert und kurz danach der Gottlieber Zoll zur Schweiz hin passiert. Hier ist zur Demonstration der Grenzgeschichte ein kleiner Abschnitt des Grenzzaunes mit einer Höhe von etwa 2,5 Meter erhalten worden.

Der Grenzzaun wurde von Deutschland ab Winter 1939/40 zur Abschottung errichtet. Rund 400 Meter nach der Grenze wird der Fußweg Richtung Seerhein eingeschlagen. Der Weg führt nahe dem naturbelassenen Ufer Richtung Gottlieben. Am Wegesrand kurz vor Gottlieben liegt am See die ehemalige Wasserburg, das heutige Schloss Gottlieben, in dessen zwei Türmen aus dem 14. Jahrhundert Jan Hus, Hieronymus von Prag und der später abgesetzte Papst Johannes XXIII. (Gegenpapst) 1414 - 1418 gefangen gehalten wurden. Gottlieben besticht durch seine Fachwerkhäuser und die Lage am See.

Von Gottlieben führt der Weg entlang des Naturschutzgebietes Espenriet. Die Reste eines Bunkers aus der Ringverteidigung von Kreuzlingen sind noch sichtbar. Entlang der Seeseite der Bahnlinie in den Ort Ermatingen. Am Ufer sind drei große Fischerboote aus der Zeit des Schleppnetzfischerei ausgestellt. Entlang der Seestraße reihen sich die Fachwerkhäuser von Ermatingen.

Zerborstener Kessel des Unglücksschiffes Rheinfall

Von Ermatingen aus wird wieder der Weg entlang der Seeseite der Bahnlinie nach Mannenbach gewählt. Der Weg führt vor und in Berlingen TG entlang der stark befahrenen Nationalstraße 13 entlang. An der Schiffslände von Berlingen wird an den Untergang des Raddampfers Rheinfall im Jahr 1869 erinnert. Als Erinnerung wurde der zerborstene Kessel des Unglücksschiffes aufgestellt.

Zur Rückfahrt nach Konstanz wird das Boot der Schweizerischen Schifffahrtgesellschaft Untersee und Rhein genommen.

Von Berlingen nach Stein am Rhein: Von Berlingen führt der Weg als kombinierter Fahrrad-/Wanderweg direkt an der vielbefahrenen Nationalstraße nach Steckborn. In Steckborn befindet sich am Weg der Turmhof aus dem Jahr 1282 und das Rathaus mit direktem Durchgang zur Schiffslandestelle.

Der strömende Rhein an der Rheinbrücke Stein am Rhein

Von Steckborn geht es zunächst weiter entlang der Nationalstraße 13 Richtung Mammern. Später verläuft der Weg oberhalb der der Bahntrasse, danach unterhalb der Bahntrasse. Der Weg führt dann direkt am naturbelassenen Ufer nach Mammern. Von Mammern verläuft er zunächst oberhalb der Bahntrasse, dann zwischen Straße und See nach Eschenz.

Als Abstecher in Eschenz ist ein Besuch des Franziskanerklosters auf der Rheininsel Werd (Bodensee) über einen Holzsteg, der nur für Fußgänger benutzbar ist, möglich. Von Eschenz entlang dem Uferweg, am „Wasser- und Zugvogelreservat Untersee und Rhein“ vorbei zur Rheinbrücke Stein am Rhein. Über die Rheinbrücke in das rechtsrheinische, mittelalterliche, trotz eines irrtümlichen Bombenangriffs im Zweiten Weltkrieg komplett erhaltene Städtchen Stein am Rhein. Bemerkenswert sind die Uferpromenade, die Stadttore, die Brunnen und das mittelalterliche Stadtbild.

Zurück geht es mit dem Boot im Zickzackkurs zwischen deutschem und Schweizer Ufer nach Berlingen.

Deutscher Uferabschnitt des Untersees und Zellersee

Pfarrkirche von Horn

Von Stein am Rhein (Schweiz) nach Hemmenhofen (Deutschland): Vom Rathausplatz in Stein am Rhein entlang der Landstraße Richtung Wangen. Außerhalb der Stadt Stein am Rhein verläuft dann ein Rad-/Fußweg seefern zwischen Seeufer und Landstraße. Die Grenze zwischen Schweiz und Deutschland wird auf diesem Weg nur noch symbolisch markiert durch einen historischen Grenzpfahl des Kantons Schaffhausen und eine Grenztafel der Bundesrepublik Deutschland. Es folgt das nicht zugängliche Schloss Kattenhorn mit einer Kapelle. Von Schloss Kattenhorn ein sehr steiler Anstieg zur Landstraße. Danach neben der Landstraße nach Wangen. In Wangen zweigt ein seenaher Fußweg ab zum Hafen, zur Schiffsanlegestelle und am Campingplatz vorbei zu einer Schilfzone am Ufer. Dann wieder hinauf zur Landstraße. Seefern entlang der Landstraße, vorbei am unzugänglichen Tagungszentrum Schloss Marbach (Bodensee)[2] nach Hemmenhofen. Kurz vor Hemmenhofen zweigt ein Fußweg ab zum Seeufer und führt seenah weiter zur Schiffslandestelle Hemmenhofen. Mit dem Schiff der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein im Zick-Zackkurs zwischen Schweizer und Deutschem Ufer nach Stein am Rhein.

Von Hemmenhofen nach Radolfzell: Von der Schiffslandestelle in Hemmenhofen noch ca. 100 Meter entlang des Seeufers. Dann führt ein Fußweg hinauf zur Landstraße. Neben der Landstraße verläuft der kombinierte Fuß-/Radweg nach Gaienhofen. In Gaienhofen führt die Straße hinunter Richtung See am Internat Schloss Gaienhofen vorbei. Nun geht es durch das Naturschutzgebiet, das zum Schutz der Pflanzen teilweise ohne Maschinen kultiviert wird, über Horn (Ortsteil von Gaienhnofen) mit Blick auf die oberhalb liegende Pfarrkirche, Iznang (Ortsteil von Moos) nach Moos (am Bodensee). Von Moos aus geht ein kombinierter Rad-/Fußweg neben der Landstraße bis Radolfzell. Dieser Abschnitt der Landstraße ist als Damm durch ein beiderseitiges Feuchtgebiet mit dichtem Schilfbewuchs gebaut und überquert die Radolfzeller Aach. Von Radolfzell zurück mit dem Südbadenbus nach Hemmenhofen.

Entlang des Gnadenseeufers

Von Radolfzell oberhalb des Gnadensees nach Allensbach. Von dort weiter oberhalb des Sees zurück nach Konstanz.

Tagestouren

Autofähre „Fontainebleau“ Konstanz-Meersburg
Der Hafen von Friedrichshafen - Blick vom Moleturm

Die Gesamtstrecke um den Ober-, Unter- und Überlinger See lässt sich nur in mehreren Tageswanderungen absolvieren. Dies ist auch von einem festen Urlaubsquartier am See mit täglichen An- und Rückfahrten machbar. Wesentliche Zubringerdienste leistet die Bodenseeschifffahrt

Zubringerverbindungen Obersee

Auf der nördlichen Seite des Bodensees sind die Schiffe der Bodensee-Schiffsbetriebe zwischen Überlingen, Meersburg, Friedrichshafen und Lindau bis zum österreichischen Bregenz während des Sommerfahrplans gute Zubringer. Auch die Buslinien entlang der Bundesstraße von Überlingen nach Friedrichshafen sind brauchbar. Von Bregenz gibt es gute Busverbindungen nach Fußach und die Bodenseegürtelbahn nach St. Margarethen und Rorschach in der Schweiz. Auf Schweizer Gebiet ist die Bahn entlang des Bodensees von Romanshorn nach Kreuzlingen gut zu erreichen. Zwischen Nord- und Südufer des Obersees kreuzen die Autofähre von Friedrichshafen nach Romanshorn und die Autofähre Meersburg nach Konstanz-Staad sowie die Schiffslinien von Lindau nach Rorschach oder von Friedrichshafen nach Rorschach oder die privaten Rundfahrtschiffe seitlich vom Konstanzer Hafen nach Konstanz-Therme, Bottighofen (CH) und zurück nach Konstanz-Hafen.

Zubringerverbindungen Überlinger See

Quer über den Überlinger See verkehrt im Pendelverkahr die Personenschifffahrt Wallhausen - Überlingen mit Anschluss an das Busnetz der Stadt Konstanz bzw. die Buslinie („Seelinie“) Überlingen - Friedrichshafen. Zwischen Überlingen und Bodman verkehren mehrmals am Tag im Zickzack-Kurs über den Überlinger See die Schiffe der Motorbootgesellschaft Bodman. Die Strecke Bodman - Ludwigshafen wird durch die Buslinie Stockach - Ludwigshafen - Bodman - Stahringen bedient. Die Strecke Ludwigshafen - Überlingen durch die Buslinie Überlingen - Ludwigshafen - Stockach sowie durch die Bodenseegürtelbahn.

Zubringerverbindungen Schweizer Ufer des Untersees

Von Kreuzlingen über Konstanz fährt mehrmals täglich im Zickzackkurs zwischen deutschem und Schweizer Ufer ein Schiff der „Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein“ nach Stein am Rhein (und weiter bis Schaffhausen). Ferner verkehrt in kurzer Taktung ein Zug der SBB („thurbo“) zwischen Kreuzlingen über Konstanz und dann auf Schweizer Gebiet bis Stein am Rhein (und weiter bis Schaffhausen).

Zubringerverbindungen deutsches Ufer des Untersees und Zeller See

Zwischen Stein am Rhein und Hemmenhofen verkehren Schiffe der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein. Außerdem fährt regelmäßig der Südbadenbus der Bahn die Strecke zwischen Stein am Rhein, Hemmenhofen und Radolfzell ab.

Zubringerverbindungen Zellersee/Gnadensee

Außerdem gibt es eine Schiffsverbindung von Konstanz im Zickzack-Kurs nach Radolfzell.

Einzelnachweis

  1. Theodor Müller-Alfeld (Hrsg.): Der Bodensee. Landschaft, Städte und Kultur am Schwäbischen Meer. neu bearbeitet von Erwin Pfirrmann. Stapp Verlag, Berlin 1976, ISBN 3-87776-005-8, S. 132.
  2. Tagungs- und Seminarzentrum Schloss Marbach am Bodensee

Literatur

  • Kompass (Hrsg.): Wander- und Radtourenkarte. Bodensee-Gesamtgebiet 1:75000 mit Kompass Lexikon. Kompass Karten, Rum/Innsbruck 2004, ISBN 3-85491-002-9.
  • Freytag-Berndt, Artaria (Hrsg.): Wander-, Rad- und Freizeitkarte. Verkehrs- und Blattschnittübersicht zur WK D2. Bodensee 1:50000 mit Freizeitführer Bodensee. Wien 2008, ISBN 978-3-85084-813-8.