Bundesverband zum Schutz des Waldes

Der Bundesverband zum Schutz des Waldes ist eine nicht-gewinnorientierte österreichische Dachorganisation, in dem zurzeit fünf Umweltschutzgruppierungen aus den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg zusammengeschlossen sind. Der Bundesverband zum Schutz des Waldes wurde im Juni 2009[1] gegründet. Das Ziel des Bundesverbandes ist es, den österreichischen Wald und ökologisch sensible Gebiete vor technischen Eingriffen (wie Windkraftanlagen, Industrieanlagen) zu schützen und das Bewusstsein der Öffentlichkeit und der politischen Verantwortlichen zu wecken. Im Juni 2010 rief der Bundesverband zum Schutz des Waldes zum ersten "Tag des Gegenwindes"[2] auf und forderte dabei "(ethische) Sauberkeit, Effizienz und Transparenz" von der österreichischen Windkraftindustrie. Dabei wurde auch der Forderungskatalog von 2009 erweitert.[2]

Inhaltsverzeichnis

Ziele des Bundesverbandes zum Schutz des Waldes

Der Bundesverband zum Schutz des Waldes hat beim 9. österreichischen Windkraftsymposium (AWES) im Herbst 2009[3] seine Ziele und drei Forderungen vorgestellt. Diese lauten zusammengefasst wie folgt:

  1. Stopp der Errichtung von Windkraftanlagen in österreichischen Waldgebieten.
  2. Bundesweiter Widmungsplan zur Windenergienutzung (eingebettet in ein europäisches Effizienzranking), der in Zusammenarbeit mit dem Land, Bund, Gemeinden, Bürger und NGOs erarbeitet wird.
  3. Waldgütesiegel Windkraft: Erarbeitung eines Selbstauflagencodex der Windkraftindustrie in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband zum Schutz des Waldes und NGOs.

Die 10 Forderungen des Bundesverbandes zum Schutz des Waldes

Am 12. Juni 2010, der vom Bundesverband zum Schutz des Waldes zum ersten "Tag des Gegenwindes" erklärte wurde, präsentierten die Vertreter des Verbandes ihre 10 Forderungen[2] – gegliedert in 3 Unterpunkte – einer breiten Öffentlichkeit. Die Forderungen lauten kurz zusammengefasst wie folgt:

Mehr Effizienz im volkswirtschaftlichen Sinn

  1. Bürger und Steuerzahler sollen (in Zeiten der Krise) nicht für ineffiziente Unternehmen in Form von GmbHs und AGs zahlen.
  2. Mehr Geld in die Forschung statt in Windkraft-Marketing, Polit-Lobbying und finanzielle Zuwendungen an Gemeinden.

Schluss mit unsauber im ethisch-ökologischen Sinn!

  1. Keine Windindustrieanlagen im österreichischen Wald! Das technische „System Windkraft“ kann dem Ökosystem Wald nicht die Hand reichen.
  2. Bundesweite koordinierte Flächenwidmungspläne für Windkraftnutzung statt freier “Errichtungs”-Markt.
  3. Erstellung eines Ethik-Kodex für die Windkraftindustrie durch unabhängige Experten.
  4. Keine unfaire Beunruhigung der Bürger mit Atomkraft im Zusammenhang mit Windkraft-Werbung.
  5. Keine überhöhten Ertragsversprechungen – institutionelle und private Investoren müssen stärker aufgeklärt werden.
  6. Stopp und Offenlegung aller Angebote/Zahlungen, die an Gemeinden und Vereine gingen und gehen.

Mehr Transparenz im politisch-sozialen Sinn

  1. Keine verdeckten und intransparenten Lobbying-Maßnahmen, die Windkraft durch die Hintertür einschleusen.
  2. Mehr Transparenz im Vergleich der volkswirtschaftlichen und energiewirtschaftlichen Effizienz von Windkraftanlagen.

Einzelnachweise

  1. Pressemeldung vom 8. Juni 2009: Gründung des Bundesverbandes zum Schutz des Waldes
  2. a b c http://www.gegen-wind.net/2010/06/02/tag-des-gegenwindes-2010-st-polten-bundesverband-zum-schutz-des-waldes/ Tag des Gegenwindes 2010]
  3. Homepage des von der IG Windkraft veranstalteten Windkraftsymposiums

Weblinks