Burg Uttendorf

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Burg Uttendorf
Schloss Uttendorf nach einem Kupferstich von Michael Wening von 1721

Schloss Uttendorf nach einem Kupferstich von Michael Wening von 1721

Entstehungszeit: 1040

(erste urk. Erwähnung)

Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: abgekommen
Ort: Gemeinde Helpfau-Uttendorf
Geographische Lage 48° 9′ 17″ N, 13° 6′ 57″ O48.15472222222213.115822222222Koordinaten: 48° 9′ 17″ N, 13° 6′ 57″ O
Burg Uttendorf (Oberösterreich)
Burg Uttendorf

Die Burg Uttendorf lag in der Gemeinde Helpfau-Uttendorf im Bezirk Braunau von Oberösterreich.

Geschichte

An der Stelle der späteren Burg befand sich auch ein römisches Kastell. Zwischen 1040 und 1060 wurde die Burg erbaut, welche damals eine der größten des Innviertels gewesen sein soll. Uttendorf ist bekannt als der Stammsitz der aus Passau stammenden Uttendorfer; 1150 urkundet ein Alramus de Utendorf. Die Uttendorferin Kunnigund heiratete am 24. November 1303 Ludwig den Granns (Grams). Die Grannsei blieben bis 1462 im Besitz der Burg. Dann verkaufte die letzte Grannsin Benigna Burg und Herrschaft an den Herzog Georg den Reichen von Bayern-Landshut, welcher hier ein Pfleggericht errichtet ließ. Zur Zeit des bayerischen Erbfolgekrieges von 1503 bis 1505 war Uttendorf einige Zeit in den Händen der Anhänger Herzog Alberts. Schloss und Markt erlitten dabei schwere Schäden. 1534 schenkten die Bayernherzöge den Besitz der Bürgerschaft von Uttendorf. Von den bayerischen Herzögen wurden hier Pfleger eingesetzt. Von 1673-1693 war es in den Händen des Johann Ignaz Freiherrn von Ahaim. Als weitere Besitzer sind aufzuführen Max Emanuel Graf von Ahaim (1709-1742) und ab 1746 Josef Adam Graf von Ahaim. Der letzte Pfleger hieß Laurenz Keilhofer.

Mit der Übersiedlung des Gerichts nach Mattighofen im Jahre 1751 war der Untergang der Burg besiegelt. 1761 wurde sie mit Ausnahme eines Turmes abgebrochen; auch dieser wurde 1795 niedergelegt. Die Steine wurden für den Bau des St. Josef-Krankenhauses in Braunau am Inn verwendet. Der Burgplatz wurde 1831 eingeebnet. Erhalten geblieben ist die Schlosskapelle neben dem Burgplatz. Diese ist, wie auf einem Stich von Michael Wening erkennbar, von der Burg durch einen Graben abgetrennt. Die zum Schlosse gehörenden Wiesen und Äcker wurden dem Pfleggericht Trostberg, dann dem Pfleggericht Mattighofen, 1780 dem Pfleggericht Braunau am Inn und 1810 dem Pfleggericht Mauerkirchen zugewiesen.

Burg Uttendorf heute

Ein Rasen überdeckt möglicherweise vorhandene Grundmauerreste der Burg. Die neue Schlosskapelle (1711 erbaut) liegt auf einem imposanten Hügel und wird aktuell (2010) restauriert.

Literatur

  •  Oskar Hille: Burgen und Schlösser in Oberösterreich einst und jetzt.. Verlag Ferdinand Berger & Söhne, Horn 1975, ISBN 3-85028-023-3.
  •  Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden für Burgenwanderer und Heimatfreunde. 3. Auflage. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5.
  •  Herbert Erich Baumert & Georg Grüll: Burgen und Schlösser in Oberösterreich, Band 2: Innviertel und Alpenvorland. Birken-Verlag, Wien 1985, ISBN 3-85030-049-3.
  • Katholische Pfarre Uttendorf-Helpfau (Hrsg): Kirchen der Pfarre Uttendorf-Helpfau. PEDA-Kunstführer Nr. 798/2010, Passau: 2010, ISBN 978-3-89643-798-3.