Carl Magnus von Schwerin

Carl Magnus von Schwerin (* 24. Dezember 1715 auf Stolpe auf Usedom; † 18. Januar 1775 in Liegnitz) war ein königlich-preußischer Generalmajor, Chef des Infanterie-Regiments Nr. 43 und Ritter des Pour le Merite.

Seine Eltern waren Johann Heinrich von Schwerin auf Stolpe sowie Erbherr auf Usedom und Johanna Elisabeth von Horn, eine Tochter des schwedischen Generalmajors von Horn.

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Leben

Am 19. April 1727 kam er zu den königlichen Pagen nach Berlin. Am 20. August 1728 wurde er aber Fahnenjunker im Infanterie-Regiment Nr. (Flanß). Aufgrund seiner Jugendlichkeit wurde er am 10. Februar 1729 an das Kadettencorps nach Berlin versetzt, um sich dort die notwendigen wissenschaftlichen Kenntnisse anzueignen.

Am 30. Mai 1737 wurde er Fähnrich im Regiment Nr. (jetzt Jung-Schwerin), 1740 wurde er Seconde-Lieutenant und am 15. Juli 1745 Premier-Lieutenant. Ab 1741 kämpfte er im ersten schlesischen Krieg, dort wurde er am 10. April 1741 in der Schlacht bei Mollwitz sechsmal verwundet. Es dauerte bis 1744, bis das Regiment wieder in den Kampf kam. So kam es, dass er 1744 bei Tábor in Gefangenschaft kam, er wurde aber bald wieder ausgetauscht. Auf Grund seiner Leistungen erhielt er 1750 eine Grenadierkompanie im Regiment (Markgraf Heinrich) ohne je Stabshauptmann gewesen zu sein. Im siebenjährigen Krieg war er bei der Belagerung von Prag und der Schlacht bei Kolin. In der Schlacht erhielt er elf Wunden und geriet in Gefangenschaft. Nach erfolgter Auswechslung hielt man ihn nicht mehr für feldtauglich. Er wurde daher im Oktober 1757 Major und Kommandant von Driesen. Hier kam seine Bewährungsprobe am 10. Juli 1758, als der russische General Demikof den Ort angriff. Nach einem Zweiten Angriff musst er sich nach Landsberg an der Warthe zurückziehen.[1]

Nach seiner endgültigen Genesung bekam er ein Grenadierbataillon, das aus des Grenadier-Kompanien der Regimenter Nr. 12 und Regimenter Nr.25 (von Möllendorf). Mit diesem wurde er 1760 zum Entsatz von Kolberg geschickt. Dort konnte er den Orden Pour le Merite erwerben. Er blieb in der Festung, die er auch 1761 verteidigen half. Am 20. Januar 1761 wurde er Oberstleutnant und in Dezember 1761 Kommandeur in Regiment Nr. 47 (Grabow), Am 22. Mai 1764 wurde er Oberst, am 7. Juni 1767 Chef des Infanterie-Regiments Nr. 21 (Hülsen) und am 3. August 1767 Generalmajor.

Als Erbprinz von Braunschweig 1773 in preußische Dienste kam, wurde ihm das Regiment von Schwerin abgenommen, da der Prinz ein heimatnahes Regiment wollte. Im Gegenzug erhielt er das Fusilier-Regiment Nr. 43 (Krokow) in Liegnitz. Er starb dort 1775.

Familie

Er war zweimal verheiratet. Seine erste Frau war Friederike Charlotte von Falcke, die die Tochter von des Hauptmanns Hans Friedrich von Falcke Erbherr auf Galrow und dessen Frau Dorothea Elisabeth von der Lippen war. Mit seiner ersten Frau hatte er fünf Söhne und eine Tochter.

Seine zweite Frau war Eva Friederike von Winterfeld (1742–1804). Ihr Vater war Hauptmann im Leibregiment. Mit ihr hatte er zwei Söhne und eine Tochter. Sein Frau überlebte ihn und erhielt ein königliche Pension.

Literatur

  • Anton Balthasar König, Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen, Band 3, S. 471 Digitalisat

Einzelnachweise

  1. Müller, 1761, Helden-, staats- und lebens-geschichte des allerdurchlauchtigsten und grosmächtigsten fürsten und herrns, herrn Friedrichs II. ,S. 90, Digitalisat