Charly Jellen

Charles „Charly“ Jellen (* 1909 in Znaim, Österreich-Ungarn (heute Tschechien); † 7. Mai 1934 in München) war ein österreichischer Automobilrennfahrer und Unternehmer.

Nach seiner Geburt lebte Jellen einige Jahre in Graz bevor er 1932 nach München auswanderte und dort ein Autohaus eröffnete. Seine Rennsportkarriere begann mit der Teilnahme an verschiedenen Bergrennen in Österreich, der Tschechoslowakei, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Rumänien und der Schweiz. Das Rennen am Prebichl konnte er 1932 zwei Mal gewinnen. 1933 siegte er beim Hohnstein-Bergrennen. Seine ersten Rennwagen waren Bugatti, später fuhr er einen Alfa Romeo 8C 2300 Monza gemeinsam mit Paul Pietsch im Team.[1]

Auf der Rundstrecke konnte Jellen beim Internationalen AVUS-Rennen 1933 einen viel beachtlichen fünften Platz erreichen, bedingt allerdings durch den Start von der Pole-Position, die damals nicht der Trainingsschnellste innehatte, sondern ausgelost wurde. Dieses sollte jedoch seine einzige Zielankunft bei einem offiziellen Grand Prix sein.

Tödlicher Unfall

Am 7. Mai 1934 testete Jellen seinen Alfa Romeo im Forstenrieder Park bei München für das bevorstehende AVUS-Rennen. An der Wende Neuherberge verlor er die Kontrolle über den Wagen und überschlug sich. Der 25-jährige starb wenig später im Klinikum Schwabing an einem Schädelbruch und inneren Verletzungen.

Privates

Ab 1933 lebte Jellen mit der damals 22-jährigen Ilse Engel zusammen, die er ein Jahr zuvor bei einem Flugplatzrennen kennenlernte und zu der Zeit noch mit einem Frankfurter Geschäftsmann verheiratet war.[2] Nach wenigen Monaten begann sie jedoch ein Verhältnis mit Jellen Teamkollege und Freund Paul Pietsch, den sie bald heiratete aber wiederum für Achille Varzi verließ.[3]

Einzelnachweise

  1. motorsportmemorial.org: Charly Jellen
  2. Alfred Neubauer „Männer, Frauen und Motoren“ (Erstauflage 1958, Motorbuch Verlag)
  3. motorbloeckchen.com: Männer, Frauen, Alfa Romeo 8C 2300 Monza #2111046 und ein ungeschriebener Brief