Ernst Heinrich von Czettritz

Ernst Heinrich von Czettritz (* 3. März 1713 auf Schloss Neuhaus; † 13. Januar 1782 ebenda) war ein königlich-preußischer Generalmajor, Chef des Dragoner-Regiments Nr.4 ,Amtshauptmann von Lyck sowie Träger des Pour le Merite.

Er war der Sohn von Ernst Heinrich von Czettritz (* 7. Mai 1679; † 21. September 1721) und seiner Frau Anna Helena von Czettritz aus dem Haus Schwarzenwalde. Sein Vater war Erbherr auf Neuhaus, Waldenburg, Weinstein und Hermsdorf.

Leben

Nach seiner Ausbildung war er zunächst auf seinen Gütern geblieben. Im ersten Schlesischen Krieg trifft er 1741 den preußischen König Friedrich II. (Preußen). Unter diesem Eindruck geht er zur preußischen Armee, dort wurde er Hauptmann im Dragoner-Regiment Nr.3 (Schulenburg). Für sein in der Schlacht bei Kesselsdorf gezeigt Tapferkeit er 1745 den Pour le Merite, seine eigene Kompanie und wurde bald darauf Major. 1755 wurde er Oberstleutnant und 1756 Kommandeur des Regiments und Amtshauptmann von Preußisch Holland. 1757 wurde er dann zum Generalmajor ernannt.

Im siebenjährigen Krieg war er in zahlreichen Schlachten wie Lobositz, Prag, Kolin, Zorndorf.

Ende des Jahres 1758 wurde er zum Entsatz der Festung Neisse von Sachsen nach Schlesien in Marsch gesetzt. Bei Koßdorf am 20. Februar 1760 wurde er von den Österreichern überfallen, sein Pferd wurde erschossen und er selbst geriet in Gefangenschaft und kam erst 1763 wieder frei. 1772 nahm er seinen Abschied und starb dem seinem Gut Neuhaus.

Familie

Er war mit Anna Maria Przikowski der Tochter von Johann Wenzel von Przichowsky verheiratet.

Sein Verwandter Georg Oswald von Czettritz (1724–1796) (Haus Schwarzenwaldau) war Chef des Husaren-Regiment Nr.1 und wurde General der Kavallerie.

Literatur

  • Anton Balthasar König, Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen, Band 1, S. 333, DigitalisatKönig vermischt Georg Oswald von Czettritz und Ernst Heinrich von Czettritz.
  • Neues genealogisches Handbuch / Nachtrag, S. 31 Digitalisat
  • Eduard Lange, Die soldaten Friedrich's des Grossen, S. 181, Digitalisat