Ernst Marboe

Ernst Marboe (* 26. Jänner 1909 in Wien; † 28. September 1957 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller, Kulturmanager und Beamter.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der Techniker Marboe, dessen Frau die Cousine von Leopold Figls Frau war,[1] hatte gute Beziehungen zu Politikern der Christlichsozialen und der späteren ÖVP.

Er nahm als Studentenfunktionär des katholischen Cartellverbandes (er war Angehöriger der Verbindung K.A.V. Bajuvaria Wien) gemeinsam mit Josef Klaus (Rudolfina) ab 1933 die Funktion eines Sachwalters der Studentenschaft an der Universität Wien wahr.[2]

1936 trat Marboe in den Dienst der niederösterreichischen Landesregierung.

Marboe leitete ab 1945 als Vertrauensmann der ÖVP die Kulturabteilung im Bundespressedienst. Er leitete ab 1953 die Österreichische Bundestheaterverwaltung.

Marboe war 1949 Gründer und Geschäftsführer der Austria Wochenschau. Er schrieb, gemeinsam mit dem SPÖ-Mann Rudolf Brunngraber, das Drehbuch zum 1952 uraufgeführten Film 1. April 2000, der die Sehnsucht der Österreicher nach dem Staatsvertrag thematisieren sollte. Er beschäftigte sich auch mit indischer Lyrik.

Marboe ist der Vater von Ernst Wolfram Marboe und Peter Marboe.

Einzelnachweise

  1. Friedrich Öhl: 2005 - ein Jahr der Jubiläen (Fußnote 14)
  2. Siehe: Stephan Neuhäuser: Wir werden ganze Arbeit leisten: Der austrofaschistische Staatsstreich 1934, BoD 2004, S 116

Werke

  • Das-Österreich-Buch, Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei Wien 1948.
  • ? [Fragezeichen] Yes - oui - o.k. - njet, Verlag der Österreichische Staatsdruckerei Wien 1954.

Weblinks