Ernst Ortner

Ernst Ortner (* 1. September 1914 in Innsbruck; † 22. März 1945) war österreichischer Widerstandskämpfer im Dritten Reich.

Leben

Ernst Ortner besucht das Gymnasium in Kufstein, wo er Mitglied der katholischen Schülerverbindung Cimbria Kufstein wird. Im Bundesheer dienend wird er 1938 in die deutsche Wehrmacht eingezogen.

Durch seine katholische Überzeugung und seine Heimatliebe gestärkt, schließt er sich mit anderen Kartellbrüdern der Widerstandsgruppe "Antifaschistische Freiheitsbewegung Österreichs" an. Diese Gruppe wird durch einen Spitzel verraten und so wird Ortner von der Gestapo Mitte 1943 verhaftet und in Wien inhaftiert. In der Haft trifft er auf seinen Bundesbruder Walter Caldonazzi.

In der Verhandlung von 9. bis 11. August 1944 wird er gemeinsam mit zwölf Verhafteten angeklagt. Wie sieben seiner Kameraden wird auch Ortner zum Tode verurteilt und am 22. März 1945 hingerichtet.

Gedenktafel

1989 wurde für Ernst Ortner (CIK) und Walter Caldonazzi (CIK) am unteren Stadtplatz in Kufstein eine Gedenktafel mit den Worten: DIE KATHOLISCHE ÖSTERREICHISCHE STUDENTENVERBINDUNG CIMBRIA KUFSTEIN GEDENKT IHRER NS-OPFER DIPL.ING. WALTER CALDONAZZI UND ERNST ORTNER enthüllt.

Literatur

  • Farben tragen - Farbe bekennen, 1938–1945, Katholische Korporierte in Widerstand und Verfolgung. Österreichischer Verein für Studentengeschichte: Wien 1988
  • Wilhelm Baum: Ernst Ortner, in: Das Buch der Namen. Die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten, Klagenfurt 2010, 656f.
  • Wilhelm Baum: Zum Tode verurteilt. NS-Justiz und Widerstand in Kärnten, Klagenfurt 2012