Franz Emil Lorenz Wimpffen

Lithographie von Josef Kriehuber, 1850
Franz Emil Lorenz Graf Wimpffen, Fotografie von Ludwig Angerer 1860

Franz Emil Lorenz Graf Wimpffen (* 2. April 1797 in Prag; † 26. November 1870 in Görz) war ein österreichischer General.

Leben

Franz Emil Lorenz entstammte dem Adelsgeschlecht von Wimpffen, er war ein Sohn des Feldmarschalls Maximilian von Wimpffen.

Im Oktober 1813 trat er als Unterleutnant in das kaiserliche Heer und wohnte den Feldzügen von 1813 und 1814 in der Hauptarmee der Verbündeten bei, dem von 1815 bei der Frimontschen Armee in Italien. Seit 1838 Generalmajor und Brigadier in Triest, erhielt er 1846 als Feldmarschallleutnant eine Division des 2. Armeekorps in Italien und zeichnete sich im Feldzug von 1848 besonders bei Vicenza und Custozza aus. An der Spitze der zur Intervention im Kirchenstaat bestimmten Truppen zwang er Bologna und Ancona durch ein Bombardement zur Kapitulation und übernahm darauf die Leitung des Gouvernements der Legationen. Im Oktober 1849 wurde er zum Zivil- und Militärgouverneur von Triest und Statthalter des Küstenlandes, auch zum Feldzeugmeister ernannt, war dann provisorischer Oberkommandant der Marine, befehligte seit September 1854 eine Zeit lang das 1. Armeekorps, trat 1861 als Generalfeldzeugmeister in Ruhestand und starb am 26. November 1870 in Görz.

Familie

Franz Emil Lorenz Wimpffen hatte zwei Söhne:

  • Heinrich Emil (* 1. Mai 1827), ist Haupt der gräflichen Linie
  • Felix (* 16. März 1827, † 30. Dezember 1882 in Paris durch Selbstmord), österreichischer Gesandter in Rom, 1876–1880 Botschafter in Paris, 1880-1882 wieder in Rom, 1882 wieder in Paris

Literatur

Meyers Konversationslexikons logo.svg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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