Friedrich F. G. Kleinwächter

Friedrich Ferdinand Gabriel Kleinwächter (* 19. März 1877 in Prag; † 29. Juni 1959 in Wien) war ein österreichischer Jurist (Ministerialbeamter) und Autor.

Kleinwächter war der Neffe des Nationalökonomen Friedrich von Kleinwächter. Er studierte Rechtswissenschaften an der Franz-Josefs-Universität in Czernowitz, der Wirkungsstätte seines Vaters.

1904 begann er eine Tätigkeit in der Czernowitzer Finanzprokuratur und legte die Prokuratursprüfung 1906 in Lemberg ab. Er praktizierte an Gerichten in Wien und Prag und betrieb nationalökonomische Studien. 1908 wurde er in das k.k.-Finanzministerium berufen um 1918 leitender Direktor der "Kriegskreditanstalt für das südliche Kriegsgebiet" in Klagenfurt zu werden[1].

Nach der Niederlage Österreichs im Ersten Weltkrieg sah er die Zukunft Österreichs in einem "Paneuropa". Kleinwächter war an der Vorbereitung zur Volksabstimmung 1920 in Kärnten beteiligt.

Werke

  • Das Wesen der städtischen Grundrente. Leipzig : Hirschfeld, 1912
  • Der Untergang der Oesterreichisch-ungarischen Monarchie. Leipzig : Koehler. 1920
  • Der deutschösterreichische Mensch und der Anschluß. Wien 1926
  • Selbstbestimmungsrecht für Österreich!. Stuttgart, DVA 1929
  • Der fröhliche Präsidialist. Wien, Amalthea 1947
  • Bürokraten. Ein heiterer Roman aus dem alten Österreich. Amandus-Edition. 1948
  • Von Schönbrunn bis St. Germain: Die Entstehung der Republik Osterreich. Styria. Wien. 1964

als Hrsg.:

  • mit Heinz Paller : Die Anschlussfrage in ihrer kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Bedeutung. Wien und Leipzig, Braunmüller. 1930

Einzelnachweise

  1. Kleinwächter: Der Untergang der Oesterreichisch ungarischen Monarchie. Fußnote S. 270.