Fritz Tschol

Fritz Tschol CPPS, auch Frederico Tschol, (* 1929 in St. Anton am Arlberg, Tirol) ist ein österreichischer Ordensgeistlicher. Er ist seit 1980 Generalvikar in der Territorialprälatur Xingu, der größten Diözese Brasiliens.

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Leben

Fritz Tschol, Sohn einer Tiroler Bauernfamilie, legte 1949 seine Matura am Bischöflichen Gymnasium Paulinum in Schwaz ab und trat der Ordensgemeinschaft der Missionare vom Kostbaren Blut bei. Er empfing 1956 die Priesterweihe und feierte am 8. Juli 1956 in St. Anton seine Primiz.

Seit 1957 ist er als Missionar und Priester in der Territorialprälatur Xingu im brasilianischen Altamira tätig, einer Diözese mit etwa 432.000 km² und damit viermal so groß wie Österreich. Tschol realisierte zahlreiche Infrastrukturprojekte wie Straßen, Schulen, Krankenhäusern sowie Wohn- und Siedlungsbauten am Rio Xingu.[1]

Bischof Erwin Kräutler CCPS setzte ihn 1980 als Generalvikar ein. Beide engagieren sich insbesondere für die Indígenas im Amazonastiefland.[2]

Ehrungen

  • 1997 - Bischof-Kräutler-Preis für die für Verdienste um die Indígenas Lateinamerikas[3]
  • 1998 - Ehrenbürger von St. Anton am Arlberg
  • 1999 - Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“ für besondere Verdienste um die Anliegen der Kirche und des Papstes durch Papst Johannes Paul II.
  • 2004 - Reinhold-Stecher-Preis 2004 [4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. „Pauliner Missionare: Pater Fritz Tschol“, Mitteilungen des Paulinervereins 2006, Seite 11 ff.
  2. Utta von Gleich: „Indigene Völker in Lateinamerika: Konfliktfaktor oder Entwicklungspotential?“, Vervuert 1997, Seite 166
  3. „Pater Fritz Tschol erhält Bischof-Kräutler-Preis 1997“, abgerufen am 8. Dezember 2010
  4. „Pater Fritz Tschol erhält Reinhold-Stecher-Preis 2004“, St. Josefs news , 27. Januar 2004