Fritzi Schwingl

Friederike „Fritzi“ Schwingl (* 28. Juli 1921) ist eine ehemalige österreichische Kanutin. Sie gewann bei den Olympischen Spielen 1948 die Bronzemedaille.

Bei den Olympischen Spielen 1948 in London und 1952 in Helsinki wurde bei den Damen jeweils nur ein Wettbewerb ausgetragen, der Einer über 500 Meter. Bei den Spielen in London fanden die Wettbewerbe auf der Themse bei Henley statt. Im Einer siegte die Dänin Karen Hoff vor Alida van der Anker-Doedens, Dritte wurde Fritzi Schwingl aus Österreich mit einer Zehntelsekunde Rückstand auf die Niederländerin. Vier Tage nach dem Einerfinale wurde ebenfalls in Henley die Weltmeisterschaft im nichtolympischen Zweierkajak ausgetragen. Es gewann Karen Hoff zusammen mit Bodil Svendsen vor dem tschechoslowakischen Boot; Bronze erhielten Fritzi Schwingl und Gertrude Liebhart.

Zwei Jahre später fanden die Kanu-Weltmeisterschaften in Kopenhagen statt. Im Einer siegte die Finnin Sylvi Saimo vor Karen Hoff und Fritzi Schwingl. Im Zweierkajak siegten Sylvi Saimo und Greta Grönholm, dahinter erhielten Schwingl und Liebhart die Silbermedaille. Nachdem 1952 Gertrude Liebhart bei den Olympischen Spielen startete, trat Fritzi Schwingl erst bei den Weltmeisterschaften 1954 in Mâcon wieder im Einer an. Es siegte die für das Saarland startende Therese Zenz, Fritzi Schwingl erhielt die Silbermedaille. Nachdem sie meist im Schatten der erfolgreichen Skiläuferinnen gestanden hatte, wurde Fritzi Schwingl 1954 zur Sportlerin des Jahres gewählt.

Nach Fritzi Schwingl und Gertrude Liebhart dauerte es 56 Jahre, bis wieder eine österreichische Kanutin eine olympische Medaille erhielt. 2008 gewann Violetta Oblinger-Peters Bronze im Kanuslalom.[1]

1996 erhielt sie das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Die Presse.com vom 15. August 2008 (abgerufen am 11. Juni 2009)