Geldbeutelwäsche

Die Figur des Geldbeutelwäschers am Mainzer Fastnachtsbrunnen

Als Geldbeutelwäsche (auch Geldbeitlwäsch) bezeichnet man hauptsächlich in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht eine Veranstaltung die jeweils am Aschermittwoch stattfindet.

Sie bildet bei den meisten Narrenzünften den Abschluss der laufenden Saison. Die Geldbeutel sind leer und die Gelegenheit wird genutzt, diese zu waschen und einem alten Glauben zufolge um neues Geld in die Beutel zu spülen. Die Teilnehmer sind meist schwarz angezogen und vollziehen diesen Brauch voll Trauer mit lautem Geheule.

Bekannt sind zum Beispiel die Geldbeutelwäschen:

  • in München. Seit den 1950er Jahren[1] waschen Vertreter der Stadtspitze den Stadtsäckel im Fischbrunnen und folgen damit einem Brauch der „kleinen Leute“, der sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen lassen soll.[2]
  • der Narrenzunft Furtwangen
  • der Wolfacher Fasnet seit 1865 bekannt

Der Geldbeutelwäscher ist auch eine von über 200 Figuren auf dem Mainzer Fastnachtsbrunnen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1.  Hoffen auf einen vollen Stadtsäckel. In: Süddeutsche Zeitung. München 6. Februar 2008 (online, abgerufen am 24. August 2012).
  2.  Landeshauptstadt München (Hrsg.): Meldungen. In: Rathaus-Umschau. Nr. 37, München 23. Februar 2012, Geldbeutelwaschen im Fischbrunnen, S. 3 (PDF-Dokument; 0,9 MB, abgerufen am 24. August 2012).