Georg Scheuer

Georg Scheuer (* 8. Dezember 1915 in Wien; † 1996) war österreichischer Journalist und Publizist.

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Leben

Georg Scheuer wurde 1915 in Wien als Sohn Heinrich Scheuers, eines Redakteurs der amtlichen Nachrichtenagentur in Wien und dessen Frau Alice, geborene Leimdörfer aus Temesvár, geboren. Georg Scheuer war früh Mitglied beim Verband Sozialistischer Mittelschüler (VSM) und der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) bei, war 1930 Gruppenführer bei den Roten Falken und wechselt 1931 zum Kommunistischen Jugendverband der KPÖ. 1935 gründete er die trotzkistischen Revolutionären Kommunisten Österreichs (RKÖ). Im November 1936 wurde Scheuer verhaftet, im sogenannten Trotzkistenprozess im August 1937 verurteilt, und war bis zu einer Generalamnestie im Februar 1938 im Gefängnis. In Wien ahnte Scheuer die kommende Machtübernahme der Nazis in Österreich und reiste nach Tschechien und später nach Frankreich, wo er im Widerstand tätig wurde. Im September 1938 war er mit einem weiteren RKÖ-Mitglied Karl Fischer an der Gründung der 4. Internationale in Paris dabei, stimmte dort aber gegen die Proklamation der Internationale. Seine Eltern wurden 1942 von den Nazis ermordet. Nach dem Weltkrieg blieb Scheuer in Frankreich und arbeitete als Journalist und Korrespondent diverser Zeitungen.[1][2] [3]

Publikationen

  • Marianne auf dem Schafott. Frankreich zwischen gestern und morgen. Europa Verlag, Wien 1966.
  • Oktober 1917. Die russische Revolution. J. H. W. Dietz Nachf. Hannover 1967.
  • Genosse Mussolini? Wurzeln und Wege des Ur-Fascismus. Geschichte 1915-1945, Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1985, ISBN 3-900351-48-1.
  • Nur Narren fürchten nichts. Szenen aus dem Dreissigjährigen Krieg 1915 - 1945. Autobiographie 1915-1945, Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1991, ISBN 3-85115-133-X.
  • mit einem Vorwort von Heinz Fischer: Vorwärts - und schnell vergessen? Jahrhundert zwischen Traum und Trauma. Picus-Verlag, Wien 1992, ISBN 3-85452-236-3.
  • Mussolinis langer Schatten. Marsch auf Rom im Nadelstreif. Geschichte 1946-1996, Neuer ISP-Verlag, Köln 1996, ISBN 3-929008-84-X.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.univie.ac.at/Publizistik/OHScheuer.htm
  2. http://www.sozialismus.net/zeitung/mr15/scheuer.html
  3. http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net/alt/ast79scheurer.html