Giuseppe Govone

Giuseppe Govone

Giuseppe Govone (* 19. November 1825 in Isola d’Asti, Piemont; † 25. Januar 1872 in Alba, Piemont) war ein italienischer General.

Leben

Govone besuchte die Militärakademie in Turin und trat 1845 als Unterleutnant in die sardinische Armee ein. 1848 machte er den Krieg gegen Österreich mit und nahm auch 1849 am Feldzug in Schleswig-Holstein teil. Dort hielt er sich im Hauptquartier des Feldmarschalls von Wrangel auf.

Während des Orientkrieges 1854 und 1855 befand sich Govone zunächst im Hauptquartier Omar Paschas und später in dem des Marschalls Saint-Arnaud.

Als 1855 La Marmora ein sardinisches Hilfskorps auf die Krim führte, wurde Govone diesem als zweiter Stabschef zugeteilt und blieb auch im Italienischen Krieg 1859 an dessen Seite. Danach übernahm er in Militärkommando in den neu erworbenen Provinzen.

1863 wurde Govone zum General befördert und ging als solcher 1866 zu Unterhandlungen nach Berlin, wo er am 8. April das Preußisch-Italienische Bündnis gegen Österreich abschloss. Seine damaligen Berichte hat La Marmora in der Schrift Un po più di luce (Florenz 1873) veröffentlicht.

Als der Krieg gegen Österreich und dessen Verbündete 1866 ausbrach, übernahm Govone den Befehl über die 9. Division, die er in der Schlacht bei Custozza mit Auszeichnung führte. Nach dem Friedensschluss wurde Govone an die Spitze des Generalstabs berufen und kam 1867 in die Deputiertenkammer.

Im Dezember 1869 wurde Govone zum Kriegsminister ernannt und erreichte bedeutende Ersparnisse im Bereich der Kriegsverwaltung, die jedoch die Schlagkraft der italienischen Armee negativ beeinflussten. 1870 trat er zurück.

Giuseppe Govone starb am 25. Januar 1872 in Alba in Piemont.