Gustav Dömpke

Gustav Dömpke (* 1853 in Barten, Ostpreußen; † 1923 in Königsberg i. Pr.) war über Jahrzehnte der einflußreichste Musikkritiker in Ostpreußens Provininzialhauptstadt.

In den 1870er Jahren begann Dömpke als Musikkritiker bei der Königsberger Allgemeinen Zeitung.[1] 1884 ging er von Ostpreußen nach Wien, wo er in den Kreis um Eduard Hanslick aufgenommen wurde und Johannes Brahms kennenlernte. Unter dessen Einfluss wurde er zum entschiedenen Gegner der Neudeutschen Schule. In der Wiener Allgemeinen Zeitung engagierte er sich so entschieden für Brahms und die Wiener Klassik wie gegen Richard Wagner, Franz Liszt, Hans Pfitzner, Hugo Wolf, Richard Strauss und vor allem Anton Bruckner, dessen F-Dur-Streichquintett er allerdings rühmte.[2] 1897 kehrte er nach Königsberg zurück und schrieb für die Hartungsche Zeitung.[3] Nicht zuletzt durch Dömpke wurde Königsberg zur „Brahms-Stadt“.[4]

Dömpke verarmte in der Inflation nach dem Ersten Weltkrieg.[1]

Einzelnachweise

  1. a b Robert Albinus: Königsberg Lexikon. Würzburg 2002, ISBN 3-88189-441-1
  2. MKO 2008/09
  3. Kultur in Ostpreußen
  4. Preußische Allgemeine Zeitung (3. Mai 2008)

Weblinks