Gustav von Stösser

Gustav Christian Gottfried von Stösser (auch Stoesser oder Stößer) (* 22. September 1826 in Emmendingen; † 5. Mai 1907 in Karlsruhe) war ein badischer Jurist und Verwaltungsbeamter.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Gustav von Stösser entstammte einer alten badischen Beamtenfamilie. Er war der Sohn des Oberamtmanns und Geheimrats Karl von Stösser und gehörte der evangelischen Kirche an.

Leben

Gustav von Stösser besuchte das Gymnasium in Karlsruhe und studierte von 1844 bis 1848 Rechtswissenschaften an der Universitäten Freiburg und Heidelberg. Nach der Staatsprüfung 1850 trat er als Aktuar beim Oberamt Offenburg in den öffentlichen Dienst des Großherzogtums Baden. Von 1850 bis 1854 war er Rechtspraktikant an verschiedenen Ämtern, der Regierung des Mittelrheinkreises und beim Hofgericht des Seekreises in Konstanz. 1854 wurde er Referendar und 1855 Sekretariatspraktikant beim Ministerium des Innern in Karlsruhe. 1857 wechselte er zum Stadtamt Mannheim, wo er als Sekretär begann und 1859 zum Amtmann befördert wurde. 1861 erfolgte seine Versetzung zum Amtsvorstand des Bezirksamts Meßkirch. 1864 erhielt er dort den Titel eines Oberamtmanns. 1867 wechselte er in gleicher Funktion an die Spitze des Bezirksamts Waldshut. 1871 trat er als Ministerialrat ins badische Handelsministerium ein, wo er 1879 zum Geheimen Referendär befördert wurde. 1881 wechselte er als Geheimer Referendär ins badische Innenministerium. 1891 wurde er zum Geheimen Rat zweiter Klasse und Direktor des Verwaltungshofes ernannt. 1899 trat Gustav von Stösser in den Ruhestand.

Familie

Gustav von Stösser heiratete 1858 Mathilde von Chrismar. Aus der Ehe gingen ein Sohn und zwei Töchter hervor. Der Sohn kam im Alter von 20 Jahren bei der Kaiserlichen Marine zu Tode.

Ehrungen

Literatur

  • Badische Biographien, Band 6 Carl Winter, Heidelberg 1935, S. 663 f.
  • Die Amtsvorsteher der Oberämter, Bezirksämter und Landratsämter in Baden-Württemberg 1810 bis 1972. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Kreisarchive beim Landkreistag Baden-Württemberg. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-8062-1213-9, S. 548