Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte

Das Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte, kurz HRG, gilt als das führende Nachschlagewerk zur deutschen Rechtsgeschichte. Es bietet in alphabetisch geordneten Artikeln möglichst allgemeinverständliche Erläuterungen zu rechtshistorischen, historischen und juristischen Fachbegriffen, Begebenheiten und Persönlichkeiten. Der zeitliche Rahmen reicht von der Antike bis in die Gegenwart, wobei ein Schwerpunkt auf der Zeit seit dem Mittelalter liegt. Zielgruppe sind neben Rechtshistorikern, Historikern, Theologen und Mediävisten Interessierte aus allen historisch arbeitenden Disziplinen. Das Werk erscheint im Erich Schmidt Verlag Berlin.

Erste Auflage des HRG

Die erste Auflage des HRG erschien zwischen 1964 und 1998 in vierzig Lieferungen, die in insgesamt 5 Bänden zusammengefasst wurden. Begründet wurde das Werk von Wolfgang Stammler, Adalbert Erler und Ekkehard Kaufmann. Herausgegeben wurde es nach Stammlers Tod von Adalbert Erler, Ekkehard Kaufmann und Dieter Werkmüller unter philologischer Mitarbeit von Ruth Schmidt-Wiegand.

Zweite Auflage des HRG

Seit 2004 entsteht nach eingehender Vorarbeit die zweite Auflage des HRG. Sie wird herausgegeben von Albrecht Cordes, Heiner Lück und Dieter Werkmüller sowie Ruth Schmidt-Wiegand, ab 2009 Christa Bertelsmeier-Kierst als philologischer Beraterin. Die Neuauflage, an der inzwischen mehr als 450 Fachautoren beteiligt sind, soll sechs Bände umfassen. Die Artikel werden durchgängig neu bearbeitet, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus den 40 Jahren seit Entstehung der ersten Lieferungen der Vorauflage voll berücksichtigen zu können. Zahlreiche Lemmata sind zudem neu hinzugekommen. Im Vergleich zur Vorauflage wird die jüngere Geschichte verstärkt einbezogen und der europäische Kontext deutlicher betont.

Der erste Band dieser Auflage ist 2008 erschienen. Er besteht aus 8 Lieferungen der Jahre 2004 bis 2008 und umfasst die Stichworte „Aachen“ bis „Geistliche Bank“. Der zweite Band, beginnend mit „Geistliche Gerichtsbarkeit“, wird im August 2012 mit dem Stichwort „Konfiskation → Vermögenseinziehung“ abgeschlossen.

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