Hansi Waldherr

Hans „Hansi“ Waldherr (* 8. Februar 1921 in Budapest als Hans Walter von Waldherr) ist ein ehemaliger österreichisch-deutscher Catcher (Ringkämpfer, Wrestler) und Schauspieler, bei Film und Fernsehen abonniert auf Schurken- und Raufboldrollen.

Inhaltsverzeichnis

Karriere als Ringer

Waldherr wuchs in Wien auf und begann seine Berufslaufbahn nach dem Krieg als Catcher. Bald hatte er sich unter dem Signum ‘Würger von Wien’ in entsprechenden Kreisen einen Namen gemacht. Im Zeitraum von 1951 bis 1962 sind 43 Ringkämpfe Waldherrs nachweisbar, von denen er zwölf gewann und 23 verlor.[1]

Karriere als Schauspieler

Nach dem Ende seiner Ringerkarriere entschloss sich Waldherr zum Wechsel zur Schauspielerei, nahm Unterricht und spielte Theater: Gastspiele führten ihn nach Wuppertal, Bad Godesberg, Bremen und Essen. Im Anschluss daran folgten auch Kinoangebote. Vor der Kamera ließ man den kraftvollen, bisweilen aber auch ein wenig behäbig wirkenden Mimen oftmals tumbe Kraftprotze, trottelige Kleinganoven und Schläger (wie etwa in einigen Jerry-Cotton-Streifen) spielen, mehrfach mit einem Stich ins Komödiantische (wie etwa in Ein Käfer gibt Vollgas).

Waldherrs physische Präsenz und sein Sinn für kauzigen Humor machten ihn in den ausgehenden 60er und frühen 70er Jahren zu einer populären Person von hohem Wiedererkennungswert: Immer wieder sah man ihn nicht nur als Gast in einer Reihe von Serienfolgen und Einzelproduktionen (z. B. Der Forellenhof, Das Fernsehgericht tagt, Percy Stuart, Der große Schwindel, Privatdetektiv Frank Kross) des deutschen Fernsehens sondern auch in beliebten Unterhaltungsshows (Rudi Carrell Show, Peter Alexander Show), in denen er seine eigene Rollentypisierung parodierte und ironisierte. Anfang der 60er Jahre spielte er eine Nebenrolle (Hauptrolle: Günter Pfitzmann/Cox)in der Krimireihe "Gestatten, mein Name ist Cox" in der Folge: Das Mörderhaus. Drehort: Hamburg Wandsbek.

Seine kraftvolle Erscheinung wusste Hansi Waldherr später auch im Freilichttheater effektiv einzusetzen; so trat er beispielsweise in den frühen 1970er Jahren im Rahmen der Karl-May-Spiele Bad Segeberg auf. Zu Beginn der 1990er Jahre zog er sich ins Privatleben zurück.

Filmografie (nur Kino)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.genickbruch.com/index.php?befehl=bios&wrestler=6687&newsref=