Heinrich Joseph von Collin

Edler von Collin.jpg

Heinrich Joseph von Collin (* 26. Dezember 1771 in Wien; † 28. Juli 1811 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Collin ist ein Sohn des Arztes Heinrich Joseph Collin (1731−1784) und der ältere Bruder des Dichters Matthäus von Collin. Er studierte Rechtswissenschaften und trat dann in den Staatsdienst ein, zuletzt war er Hofrat in der staatlichen Kreditkommission. 1804 erschien sein Drama in fünf Aufzügen Coriolan. Die Uraufführung fand im Burgtheater um 1802 statt, zu der Ludwig van Beethoven eine Ouvertüre (Coriolan-Ouvertüre) schrieb. Sie wurde am 5. März 1807 uraufgeführt. Collin verband in seinen Schauspielen das heimische Barock mit der zeitgenössischen Klassik.

Sein Bruder Matthäus gab 1812 bis 1814 Collins Gesammelte Werke in 6 Bänden heraus. Im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing ist seit 1901 die Heinrich-Collin-Straße nach ihm benannt.

Nachdem sich Johann Wolfgang von Goethe bereits frühzeitig negativ über Collins Drama Regulus geäußert hatte, vor allem über die mangelnde Lebendigkeit der Charaktere und die statische Handlung, äußerte er die Ansicht, Collins Werke würden sich auf den Bühnen nicht dauerhaft erhalten, was sich noch zu Goethes Lebzeiten bewahrheitete.

Er ruht auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 0, Reihe 1, Nummer 3 ) in einem Ehrengrab.

Werke

  • Henrici Josephi Collin Florum arnicae vires et Quaedam de Musti Hordei Usu sive Observationum circa Morbos acutos et chronicos Factarum Pars quarta. Graeffer, Wien 1773 (Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf)
  • Regulus, 1802
  • Coriolan, 1804
  • Polyxena, 1804
  • Bianca della Porta, 1807
  • Wehrmannslieder, 1808
  • Mäon, 1807
  • Die Horatier und Curiatier, 1809

Literatur

Weblinks