Heinrich Tugendhold Stiepel

Heinrich Tugendhold Stiepel (* 7. August 1822 in Haßlinghausen, Westfalen; † 20. März 1886) war ein österreichischer Drucker und Verleger.

Heinrich Tugendhold Stiepel, der Sohn des Dorfschullehrers und späteren Unternehmers Heinrich Stiepel[1], lernte das Schriftsetzerhandwerk in Bochum und arbeitete später in Aachen und im schlesischen Waldenburg.

Bei der Prager Zeitung wurde er 1851 Metteur en pages. Im Jahr 1853 erwarb er die Buchdruckerein Moritz Adam in Rumburg, in dessen Verlag der Rumburger Anzeiger und ab 1857 der Nordböhmische Gebirgsbote erschien.

Im Jahr 1857 erlangte Stiepel die Buchdruckerkonzession für Reichenberg, während er die Druckerei in Rumburg seinem Bruder Julius Robert Stiepel (* 7. April 1826 in Haßlinghausen; † 1. Jänner 1887 in Freindorf, Oberösterreich) überließ. Er selbst übersiedelte ebenfalls nach Reichenberg.

Mit der Hilfe vom Textilindustriellen Johann Liebieg gab er ab 1860 die Reichenberger Zeitung, die liberal ausgerichtet war, heraus. Alexander von Peez war der erste Chefredakteur. 1866 trat auch sein Bruder Julius, der den Verlag in Rumburg auch wieder verkaufte in den Verlag, der dann auf Gebrüder Stiepel umbenannt wurde.[2]

Die Zeitung wurde die auflagenstärkste deutschsprachige Zeitung Nord- und Westböhmens.

Stiepl starb im Jahr 1886 an einem Herzschlag. Sein Werk wurde von dessen Sohn Wilhelm Friedrich Johann von Stiepel fortgeführt.

Einzelnachweise

  1. Glas in Haßlinghausen – Von „Bollwerk“ bis Glaskunst (PDF) abgerufen am 28. März 2011.
  2. Reichenberger Zeitung auf Reichenberger Heimatkreis e.V. von Klaus Hoffmann 29. November 2009 abgerufen am 28. März 2011.

Weblinks