Heinz Dröge

Heinz Dröge (* 15. April 1922 in Essen) ist ein ehemaliger deutscher Botschafter.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Er kam nach dem Wehrdienst zum Kriegseinsatz im Zweiten Weltkrieg. Dröge studierte von 1946 bis 1951 an der Universität zu Köln und der University of London Volkswirtschaft. Er wurde 1951 promoviert und trat in den auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland ein. 1967 wurde Dröges Dissertation von 1951, The Federal Republic of Germany and the United Nations als Die Bundesrepublik Deutschland und die Vereinten Nationen als deutscher Beitrag zur United-Nations-Studie des Carnegie Endowment for International Peace gefördert. Darin enthalten waren auch Beiträge von Ellinor von Puttkamer und Fritz Münch und eine Einführung von Ulrich Scheuner (München 1966, Schriften, Band 23).

Heinz Dröge wurde am 13. November 1974 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Saigon. Er betreute ein ambitioniertes Programm der Entwicklungszusammenarbeit.[1]

Anfang April 1975 berichtete Der Spiegel:

„Panik auch vor der deutschen Botschaft in der Vo-Tanh-Straße. Das eiserne Tor ist verschlossen, hinter dem Gitter stehen Bundesgrenzschutz-Angehörige in Zivil, die Maschinenpistolen umgehängt, vor dem Tor Hunderte von Vietnamesen, die eine von Bundeskanzler Helmut Schmidt gemachte Äußerung falsch verstanden haben, weil sie es falsch verstehen mußten: Der Saigoner Rundfunk hatte am Mittwoch behauptet, der Kanzler habe die Massenaufnahme vietnamesischer Flüchtlinge in der Bundesrepublik versprochen. Ein Anschlag am Eisenfor verspricht denjenigen Hilfe, die "Sonderfälle" sind keiner, der sich nicht für einen hält" [2]

Heinz Dröge blieb Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Saigon bis zur Schließung der Botschaft und flog am 24. April 1975 mit dem Personal der Deutschen Botschaft in Saigon mit einem Convair-Flugzeug nach Bangkok.

Ehrungen

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Dröge in Referat 302 Band 1017745, Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland. 1975. Band 1, Oldenbourg, München 2006, ISBN 3-486-57754-9, ISBN 978-3-486-57754-9, S. 511 ff. (Digitalisat)
  2. Indochina: Damit haben wir nicht gerechnet. In: Der Spiegel. 7. April 1975, pdf
  3. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952
Vorgänger Amt Nachfolger
Wilhelm Kopf Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Vietnam
13. November 1974 - 24. April 1975
Gerd Berendonck Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Algerien
1983–1987
Murad Wilfried Hofmann