Hermann Rothe

Hermann Rothe (* 28. Dezember 1882 in Wien; † 18. Dezember 1923 ebenda) war ein österreichischer Mathematiker.

Rothe studierte an der Universität Wien und der Universität Göttingen und promovierte 1909 in Wien zum Doktor der Technischen Wissenschaften. Danach war er Assistent an der Technische Hochschule Wien, wo er 1910 habilitierte. 1913 heiratete Rothe und lehrte Mathematik an der Technischen Hochschule als außerordentlicher Professor, und ab 1920 als ordentlicher Professor. 1923 starb Rothe nach langer Krankheit.[1]

Bekannt wurde Rothe durch seine Arbeiten (1910–1912) mit Philipp Frank über die Spezielle Relativitätstheorie, wo die Autoren versuchten, die Lorentz-Transformation im Rahmen der Gruppentheorie und ohne Rückgriff auf das Postulat der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit abzuleiten.[2]

Darüber hinaus beschäftigte sich Rothe abseits seiner Lehrtätigkeit auch mit der grassmannsschen Ausdehnungslehre.

Schriften

  • Rothe, H.: Systeme geometrischer Analyse. In: Encyklopädie der mathematischen Wissenschaften mit Einschluss ihrer Anwendungen. 3.1, 1921.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Radon, J.: Hermann Rothe: Nachruf. In: Jahresbericht der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. 35, 1926, S. 172-175.
  2. Pauli, W.: Die Relativitätstheorie. In: Encyclopädie der mathematischen Wissenschaften. 5.2, 1921, S. 556.