Hermine Riss

Die Wienerin Hermine Riss ist eine österreichische Gerechte unter den Völkern

Hermine Riss versteckte von 1942-1945 die als Jüdin im Sinne der „Nürnberger Gesetze“ von der Deportation bedrohte Regine Heinrich in ihrer Wohnung in Wien-Leopoldstadt. Außerdem beherbergte sie zeitweise zwei weitere jüdische Verfolgte, Stefanie Zach und Otto Breichenstein, die als „U-Boote“ die NS-Zeit überlebten. Hermine Riss riskierte durch diese Hilfe ihr Leben, da die Unterkunftgeber von „U-Booten“ in der Regel von der Gestapo in Konzentrationslager eingewiesen wurden.

Yad Vashem, die Nationale Holocaust-Gedenkstätte Israels, ehrt Retter und Helfer von Juden als „Gerechte unter den Völkern“. Ihre Namen werden auf der Ehrenwand im Garten der Gerechten in der Gedenkstätte Yad Vashem eingetragen.

Sie wurde am 6. Dezember 2005 postum als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet. Für die Auszeichnung von Hermine Riss hat sich das DÖW gemeinsam mit dem Enkelsohn der geretteten Regine Heinrich eingesetzt.