Ingela Bruner

Ingela Bruner (* 12. August 1952 in Kristianstad, Schweden) ist eine schwedisch-österreichische Wissenschaftlerin. Sie war die erste Rektorin an einer staatlichen österreichischen Universität[1].

Ingela Bruner wurde in Schweden als Tochter einer Schwedin und eines kanadischen UNO-Beamten geboren. Durch die Tätigkeit ihres Vaters wuchs sie in verschiedenen Ländern (Kanada, Syrien, Libanon, Österreich, Frankreich) auf. Sie studierte in Kanada und Wien, wo sie 1979 als erste Frau Österreichs im Fach Maschinenbau promovierte. Anschließend war sie an der TU Wien, bei der OMV (unter anderem als Forschungsleiterin) und an der Donauuniversität in Krems (als Vizepräsidentin) tätig. Von September 2007 bis Jänner 2009 bekleidete sie als erste Frau das Rektorsamt einer staatlichen österreichischen Universität an der Universität für Bodenkultur Wien. Aufgrund von wachsender Kritik (Ingela Bruner bezeichnete dies als: „Zunehmend Mobbing und massive Versuche, mich einzuschüchtern“) legte sie diese Funktion im Einvernehmen mit dem Universitätsrat der Universität für Bodenkultur vorzeitig ab um einer Amtsenthebung durch den Senat der Universität für Bodenkultur zu entgehen. Dieser hatte einen Tag nachdem Bruner ihr Rücktrittsgesuch an den Universitätsrat gerichtet hatte, einstimmig (mit den Stimmen aller im Gremium vertretenen Professoren, Universitätsbediensteten und Studenten) einen Antrag zur Einleitung einer Amtsenthebung beschlossen. Am 20. Jänner 2009 nahm der Universitätsrat ihren Rücktritt an und betraute einen ihrer Stellvertreter mit der Leitung der Universität.

Im Jahr 1996 wurde ihr für ihre „außerordentlichen Leistungen“ von der österreichischen Bundesregierung die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen[2].

Seit 2010 ist Ingela Bruner Präsidentin der Österreichisch Schwedischen Gesellschaft (ÖSG) mit Sitz in Wien.

Einzelnachweise

  1. http://diestandard.at/2944544 - aufgerufen am 4. November 2012
  2. http://www.falter.at/heureka/2008/04/never-give-up/ - Falter Heurka vom April 2008, aufgerufen am 4. November 2012

Weblinks