Johann Karl Leopold von Larisch

Johann Karl Leopold von Larisch (* 23. Januar 1734 in Dzielna, Kreis Lublinitz; † 16. Mai 1811 in Charlottenburg) war ein preußischer Offizier, zuletzt Generalleutnant sowie Chef des Infanterieregiments Nr. 26. Er ist Namensgeber für die Larisch-Stickerei.

Leben

Larisch war 1734 in das Infanterie-Regiments „von Anhalt-Dessau“ Nr. 3 eingetreten und hatte den Siebenjährigen Krieg und den Bayrischen Erbfolgekrieg mitgemacht. 1789 erhielt er den Pour le Mérite. Er wurde zum Kommandeur des Infanterieregiments „von Braunschweig“ Nr. 21 mit dem er am Ersten Koalitionskrieg von 1792 bis 1794 teilnahm. Ab 29. Dezember 1794 war er Chef des Infanterieregiments „von Wildau“ Nr. 14, aber 5. Januar 1795 wurde er Generalmajor und am 4. Juni Chef des Infanterieregiments Nr. 26. Am 22. Mai 1801 erfolgte seine Beförderung zum Generalleutnant. Am 6. August 1803 erhielt er den Großen Roten Adlerorden. 1805 befehligte er die Reserve der Niedersächsischen Armee. 1806 kam er zur Preußischen Armee in Hannover. Nach der preußischen Niederlage in der Schlacht bei Jena und Auerstedt übernahm er das Kommando über das Korps Rüchel, da der General in der Schlacht verwundet worden war. Das Korps kam auf dem Rückzug vom Weg ab und ging nach Erfurt. Bei der Kapitulation der Festung am 16. Oktober 1706 kam er in französische Gefangenschaft. Er kehrte am 20. August 1807 zurück nach Preußen, erhielt aber kein weiteres Kommando mehr.

Literatur

  • Gerhard Johann David von Scharnhorst,Tilman Stieve, Private und dienstliche Schriften, Band 4, S. 121
  • Leopold Zedlitz, Neues preussisches Adels-Lexicon, S. 204, Digitalisat
  • Kurd Wolfgang von Schöning, Die Generale der chur-brandenburgischen und königlich preussischen Armee von 1640–1840, S. 163, Digitalisat

Weblinks