Joseph Czerny

Joseph Czerny (* 14. Juni 1785 in Horwitz (Böhmen); † 22. September 1831[1][2] (nach anderen Angaben 7. Januar 1842)[3] in Wien) war ein österreichischer Klavierpädagoge, Verleger und Komponist.

Joseph Czerny unterrichtete als angesehener Klavierpädagoge in Wien. Zu seinen bekanntesten Schülern zählte die Komponistin und Pianistin Leopoldine Blahetka. Als Nachfolger von Carl Czerny (mit diesem nicht näher verwandt) unterrichtete er auch Beethovens Neffen Karl. 1824 trat er in den Musikverlag Cappi & Co. ein und führte diesen von 1828 bis 1831.

Czerny schrieb neben anderen Klavierkompositionen auch eine Variation über einen Walzer von Anton Diabelli. Dieser hatte 1819 insgesamt 50 Komponisten zu je einer Variation über einen eigenen Walzer angeregt und die Variationenfolge 1824 veröffentlicht (Ludwig van Beethoven verarbeitete dieses Thema in seinen Diabelli-Variationen op. 120).

Literatur

Einzelnachweise

  1. The New Grove, 2. Auflage
  2. Constantin von Wurzbach: Im Artikel seines Namensvetters Czerny, Karl. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 3. Verlag L. C. Zamarski, Wien 1858, S. 107.
  3. Paul Frank, Wilhelm Altmann: Kurzgefaßtes Tonkünstler Lexikon, Regensburg, Gustav Bosse, 1936