Karl Holubar

Karl Holubar (* 3. Juni 1936 in Wien) ist ein österreichischer Dermatologe und Medizinhistoriker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Holubar studierte ab 1954 in Wien Medizin und wurde 1960 promoviert. Habilitation für Dermatologie und Venerologie 1970, Auslandsstudien 1968 in Amsterdam, 1972 bis 1973 in den USA, 1975 Extraordinarius, 1980 bis 1981 interimistischer Leiter der I. Wiener Hautklinik, 1983 bis 1986 Ordinarius für dieses Fach und Vorstand der Hautklinik an der Hebräischen Universität Jerusalem. 1986 Habilitation für Geschichte der Medizin, 1989 bis 2001 Professor und Vorstand des Institutes für Geschichte der Medizin in Wien.

Auszeichnungen

Holubar erhielt mehrere dermato-historische Preise und Medaillen, ist Mitglied oder Ehrenmitglied von mehr als 30 medizinischen Fachgesellschaften, etwa corresp. Mitglied der Accademia Galileiana in Padua, Fellow des Royal College of Physicians, London, Ehrenmitglied der Royal Society of Medicine, London, der Deutschen, Israelischen, Britischen, Holländischen, Ungarischen, Italienischen, Polnischen und weiterer dermatologischer Gesellschaften, sowie, Life Member der American Academy of Dermatology und Ehrenmitglied des College of Physicians of Philadelphia. Er ist Ehrenpräsident der European Society for the History of Dermato-Venerology, Vice-Président der Societé Française d´Histoire de la Dermatologie. 2002 war er Spinoza-Professor an der Universität von Amsterdam.

Holubar ist Ehrenmitglied der phil.-hist. Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und seit 2000 Träger des Großen Silbernen Ehrenzeichens der Republik Österreich[1].

Aus seiner Feder stammen mehr als 500 wissenschaftliche Publikationen und mehrere Bücher, weiters ist oder war er Mitherausgeber und Mitglied der Editorial Boards allgemeinmedizinischer, medizinhistorischer und klinisch-dermatologischer Zeitschfiten.

Werke

  • Kapitel: Basaliom, Malherbe-Epitheliom, Basalzellnaevus-Syndrom, intraepidermales Epitheliom. In: Handbuch der Haut- und Geschl. Krkh., Ergänzungswerk, Springer 1975, vol III/3 1975, S. 235-437
  • 1890-1990: Zur Hundertjahr-Feier der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie. In: Festschrift zur Hundertjahr-Feier. Wien 1990, S. 11-31
  • Challenge Dermatology. Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien, 1993 (mit C. Schmidt und K. Wolff)
  • Sonne und Haut. Österreichische Ärztekammer, Wien, 1994 (mit C. Schmidt)
  • Historical Atlas of Dermatology and Dermatologists. Parthenon, London, 2002 (mit John Thorne Crisse und Lawrence Charles Parish)
  • Eine kurzgefasste Geschichte der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie mit besonderer Berücksichtigung der Jahre 1933-1945. ÖGDV, Wien, 2002 (mit D Angetter)
  • Skin in Water-colours. Blackwell, Oxford-Berlin 2003 (mit S. Fatovic-Ferencic und Gerd Plewig)
  • Off the Trodden Path. A dermato-historian´s narrative. Nerval´s and other Diaries. Jentzsch, Wien 2004
  • Looking at Eyes and Faces. Austrian Ac Sci Press, Wien 2006 (mit S. Fatovic-Ferencic und G. Plewig)
  • Terminologie und ärztliche Sprache. Facultas Univ. Verlag Wien, 2007, erweiterte und ergänzte Auflage
  • Geschichte der deutschsprachigen Dermatologie. Wiley, Weinheim 2009 (bilingual deutsch-englisch, mit A. Scholz und G. Burg)

Einzelnachweise

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952