Karl Patteisky

Karl Patteisky (* 16. April 1891 in Groß-Olbersdorf (heute im Okres Nový Jičín), Österreichisch-Schlesien; † 16. Oktober 1968) war ein österreichischer Geologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der Beamtensohn Patteisky absolvierte das Abitur an der Staatsoberrealschule in Troppau und begann 1909 mit dem Studium des Bergfachs an der Montanistischen Hochschule in Leoben. 1910 wurde er Mitglied des Corps Erz Leoben.[1] 1913 schloss er seine Studien als Bergingenieur ab. Er trat anschließend als Einjährig-Freiwilliger beim Husaren-Regiment „Ferdinand I. König der Bulgaren“ Nr. 11 in die k. u. k. Armee und blieb bis 1918 Soldat, zuletzt als Angehöriger eines Gebirgs-Bataillons an der italienischen Front.

1918 wurde Patteisky Betriebsingenieur am Michaelisschacht der Graf Wilczekschen Steinkohlengruben in Schlesisch-Ostrau. Nach seiner Ernennung zum Bergdirektor noch im Ersten Weltkrieg wurde er Leiter der gesamten Graf Wilczekschen Steinkohlengruben und Kokswerke in Ostrau-Karwiner Revier. Schon damals begann er mit wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Karbon-Geologie. 1923 promovierte er in Leoben zum Dr. rer. mont., 1924 auch in Pribram, da die Tschechoslowakei im Ausland erworbene akademische Grade nicht voll anerkannte. Patteisky bearbeitete in den folgenden Jahren das schlesische Steinkohlen-Revier neu und verfasste annähernd 400 wissenschaftliche Arbeiten. Durch seine Vorträge und Aufsätze erwarb er sich auf dem Gebiet der Karbon-Geologie einen Ruf als internationaler Fachmann.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung aus dem Sudetenland kam er ins Ruhrgebiet und wurde 1949 Mitarbeiter der geologischen Abteilung der Westfälischen Berggewerkschaftskasse in Bochum. 1952 übernahm er die Leitung der Forschungsstelle für Gebirgsdruck und Schlagwetterbildung. 1956 wurde er Dozent an der Montanistischen Hochschule in Leoben, 1964 Honorarprofessor an der Universität Wien.

Werke

  • Grubengas und Schlagwetterkunde (1964)

Einzelnachweise

  1. Kösener Corpslisten 1996, 31, 132

Literatur

  • Prof. Dr. Karl Patteisky des ERZ EM †. In: Deutsche Corps-Zeitung 70 (1969), S. 44.

Weblinks

Literatur von und über Karl Patteisky im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek