Krisztina Laki

Krisztina Laki (* 16. September 1944 in Érd) ist eine ungarische Sopranistin (lyrischer Koloratursopran) und Gesangspädagogin in Deutschland.

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Biografie und künstlerisches Wirken

Krisztina Laki studierte an der Musikakademie Liszt Ferenc bei József Réti in Budapest Gesang. 1971 debütierte sie als Gilda (Rigoletto) in Bern, wo sie bis 1974 auch die Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte und die Sophie in Richard StraussRosenkavalier gab.

1974-1979 wirkte sie an der Deutschen Oper am Rhein und dem Teatro La Scala in Mailand, wo sie als Blonde in Giorgio Strehlers Inszenierung von Mozarts Entführung aus dem Serail neben Edita Gruberová (Konstanze) auftrat. 1980 bis 1989 hatte sie Gastverträge mit der Hamburgischen und Münchner Staatsoper, primär jedoch mit der Oper Köln, wo sie in allen wichtigen Partien ihres Faches auftrat.

Ab 1984 gastierte sie auch vielfach in mehreren Konzertsälen und Opernhäusern von Paris bis Wien. In Loriots Stuttgarter Inszenierung von Flotows Martha (1985, auch Fernsehaufzeichnung) trat sie in der Titelrolle auf. In Stuttgart war sie auch als Marzelline in Beethovens Fidelio sowie einer Partie in Jommellis Fetonte zu erleben.

Ihre Karriere führte sie u. a. mit folgenden Dirigenten zusammen: Roland Bader, Frieder Bernius, Adam Fischer, Lamberto Gardelli, Wolfgang Gönnenwein, Leopold Hager, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Marek Janowski, Sigiswald Kuijken, Raymond Leppard, Francesco Molinari-Pradelli, Georges Prêtre, Sir John Pritchard, Helmuth Rilling, Wolfgang Sawallisch, Horst Stein, Heinz Wallberg, Bruno Weil, Lothar Zagrosek. Außerdem arbeitete sie mit Regisseuren wie John Dexter, Michael Hampe, Hans Hartleb, Leopold Lindtberg, Juri Ljubimow, Axel Manthey, Giancarlo del Monaco, Hans Neugebauer, Peter Palitzsch, Jean-Pierre Ponnelle, Otto Schenk.

Krisztina Laki hält weltweit regelmäßig Meisterkurse ab, ist Jurymitglied bedeutender internationaler Musikwettbewerbe und als Dozentin und Vertretungsprofessorin tätig.

Diskografie

Laki hat auf Tonträgern auch zahlreiche unbekannte Werke eingespielt, darunter von den Komponisten Gottfried von Einem, Pal Esterhazy, Niccolò Jommelli, Josef Myslivecek, Giovanni Paisiello, Antonio Salieri (Lieder), sowie Partien in Singspielen von Ernst Theodor Amadeus Hoffmann und Felix Mendelssohn und schließlich die Zemina in Richard Wagners Jugendoper Die Feen.

Auszeichnungen (Auswahl)

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