Lösch- und Rettungszug (ÖBB)

Die Lösch- und Rettungszüge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wurden in den Jahren 2004 und 2005 gebaut. Insgesamt fünf Züge sind auf die Standorte Spittal, Böckstein, Villach, Villach-Süd und Bludenz verteilt.

Die Züge kommen sowohl in Tunnels als auch auf freier Strecke zum Einsatz, so auch auf schwer zugänglichen Gleisstrecken in Bergregionen.

Die Fahrzeugaufbauten bestehen aus gasdichten Containern, welche sowohl den Einsatzkräften als auch den Geretteten bestmöglichen Schutz bieten. Als Unterwagen kommen ehemalige Güterwagen zum Einsatz.

Die Züge bestehen aus Feuerwehr- und Rettungseinheit. Sie fahren im Verbund an die Schadensstelle. Hier verbleibt die Feuerwehreinheit vor Ort, während die Rettungseinheit im Pendelverkehr Verunglückte zum Rettungsplatz bringt.

Über breite, ausziehbare Rampen an den Stirnseiten wird der Einstieg in die geschützten Fahrzeuge ermöglicht. Im Inneren ist neben der Technik (Löschwasserversorgung mit Pumpe und eigenen Tanks, Stromversorgung, Raumluftregeneration) Platz für Einsatzkräfte und verunglückte Reisende vorgesehen.

Der Eintrag von Kontamination in den Fahrzeuginnenraum wird durch ein mehrstufiges Rückhaltesystem auf ein Mindestmaß reduziert.

Die Feuerwehreinheit besteht aus dem Energie-und Löschcontainer, welcher im Wesentlichen die Technische Versorgung beherbergt, und dem Mannschaftscontainer als geschützter Rückzugsraum für die Einsatzkräfte.

Die Rettungseinheit besteht aus dem Rettungscontainer, in welchem die Verunglückten Passagiere Platz finden und durch das anwesende Sanitätspersonal erstbehandelt werden können.

Durch Sensoren werden sowohl der Innenraum als auch die Umgebung auf Temperatur sowie das Vorhandensein verschiedener Schadstoffe überwacht, um gegebenenfalls den Rückzug antreten zu können.

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