Leonhard von Call

Leonhard von Call, teilweise auch als de Call bezeichnet, (* 19. März 1767 in St. Pauls-Eppan, Südtirol; † 19. Februar 1815 in Wien) war ein österreichischer Komponist und Gitarrist.

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Leben

Nach der Teilnahme am Ersten Koalitionskrieg, wobei er den Orden Pour le Mérite verliehen bekam, wurde er Beamter am k.k. Kammerzahlamt. Die Musik betrieb er aus Liebhaberei. 40-jährig heiratete er die 18 Jahre jüngere Maria Wilhelmina Brabee, der Ehe entsprangen 5 Kinder.

Werk

Zu seiner Zeit war von Call ein beliebter Komponist. Nachweislich komponierte er seit 1796, Drucke seiner Werke wurden von 1802 bis zu seinem Tod 1815 durchgehend verlegt. Zur gleichen Zeit erschienen Ankündigungen und Rezensionen seines Werks in der Allgemeinen musikalischen Zeitung Leipzig. Viele seiner Werke waren Auftragsarbeiten für Angehörige des Bürgertums und des niederen Adels.

Die Zahl seiner Werke liegt bei etwa 150, er komponierte vor allem Stücke für Violine, Flöte und Gitarre.

Bis heute überliefert ist folgendes Werk:

  • Kammermusik
    • 2 Sextette
    • 4 Quintette
    • 14 Quartette
    • 34 Trios
    • 52 Duos
    • 12 Solos
  • Vokalwerke
    • 17 Gesänge mit Begleitung
    • 19 Gesänge ohne Begleitung
  • Bearbeitungen

Rezeption

Noch heute wird das Werk von Calls aufgeführt und es liegen einige CD-Einspielungen seiner Stücke vor. Die Musikschule seiner Heimatgemeinde Eppan ist seit 2006 nach ihm benannt.

Literatur

  • Wilhelm Heinrich Riehl: Call, Leonhard von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 3, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 707.
  • Erik Pierre Hofmann, Pascal Mougin und Stefan Hackl: Stauffer & Co. - Die Wiener Gitarre des 19. Jahrhunderts, Germolles sur Grosne, 2011 (Editions Les Robins) [1]
  • Stefan Hackl: Die Gitarre in Österreich - Von Abate Costa bis Zykan, Innsbruck/Wien/Bozen, 2011

Dokumente

Briefe von Leonhard von Call befinden sich im Staatsarchiv Leipzig.

Weblinks