Lutz Seiler

Lutz Seiler auf der Leipziger Buchmesse 2010 am 3sat-Stand
Lutz Seiler auf dem Poetenfest Erlangen im August 2007.

Lutz Seiler (* 8. Juni 1963 in Gera) ist ein deutscher Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Lutz Seiler wuchs im thüringischen Gera-Langenberg auf. Nach einer Lehre als Baufacharbeiter arbeitete er als Maurer und Zimmermann. Während der Wehrdienstzeit bei der NVA begann er sich für Literatur zu interessieren und selbst Gedichte zu schreiben. Bis 1990 studierte er Germanistik an den Universitäten in Halle (Saale) und in Berlin. Von 1993 bis 1998 war er einer der Herausgeber der Literaturzeitschrift Moosbrand.

Seit 1997 leitet er das literarische Programm im Peter-Huchel-Haus in Wilhelmshorst. Seit April 2007 ist er ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, seit 2010 der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2007 wurde Lutz Seiler für die Erzählung Turksib mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Sein Erzählband Die Zeitwaage war 2010 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2011 wählte ihn die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zum Mitglied.

Lutz Seiler lebt in Wilhelmshorst.

Einzeltitel

  • Berührt – geführt. Gedichte, Chemnitz 1995.
  • Pech & Blende. Gedichte, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000.
  • Heimaten (mit Anne Duden und Farhad Showghi), Göttingen 2001.
  • Hubertusweg. Drei Gedichte, Warmbronn 2001.
  • Vierzig Kilometer Nacht. Gedichte, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003.
  • Sonntags dachte ich an Gott. Aufsätze, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004.
  • Die Anrufung. Essay und vier Gedichte, Warmbronn 2005.
  • Turksib. Zwei Erzählungen, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008.
  • Die Zeitwaage. Erzählungen, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009. ISBN 978-3-518-42115-4
  • im felderlatein. Gedichte, Suhrkamp Verlag, Berlin 2010. ISBN 978-3-518-42169-7

Herausgabe

Anthologien und Literaturzeitschriften (Auswahl)

  • Karl Otto Conrady (Hg.), Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Düsseldorf 2008.
  • Christoph Buchwald (Hg.), Jahrbuch der Lyrik, Frankfurt am Main. Diverse Jahrgänge.
  • Ron Winkler (Hg.), Schneegedichte, Frankfurt am Main 2011.
  • Literaturzeitschriften: BELLA triste, moosbrand

Auszeichnungen und Stipendien (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. [1]