Maria Magdalena Koller

Koller bei den Dreharbeiten zum Film „Tod im Morgengrauen“

Maria Magdalena Koller (* 25. September 1957 in Feldbach in der Steiermark) ist eine österreichische Filmregisseurin und Drehbuchautorin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Maria Magdalena Koller studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität Graz. Sie promovierte 1985 mit dem Thema „Wirtschaftspolitik im Nationalsozialismus“. Nach ihrer Tätigkeit als AHS-Lehrerin, arbeitete sie fünf Jahre im Team von Hugo Portisch. Seit 1992 ist sie als Drehbuchautorin und Filmregisseurin tätig. Zu ihren Werken zählen insbesondere Dokumentationen aus den Bereichen Geschichte, Gesellschaftspolitik, Kultur, Religion sowie Naturfilme. Eine Vielzahl der Werke wurde in Kooperation mit deutschen Sendern sowie Arte produziert und mehrfach preisgekrönt.

Koller wurde unter anderem mit dem Golden Eagle Award 2009 [1] und dem Österreichischen Volksbildungspreis 1999, für die Dokumentation Kommando Zwangsarbeit ausgezeichnet.[2] Für ihre ORF-Dokumentation „Wir schweigen nicht“ erhielt sie 2001 die Silver World Medal bei den New York Festivals und wurde für den Prix Europe in Berlin nominiert. Die ORF-Dokumentation handelt von der Gewalt gegen Frauen während des Balkankrieges. Erstmals sprechen Frauen öffentlich über ihr Leid. Der Film wurde weltweit gezeigt. Mit dem Doku-Drama Mutter Teresa – Heilige der Dunkelheit gelang Koller ein ergreifendes Porträt und menschlicher Nachruf auf eine große Persönlichkeit. Der Film beleuchtet das Leben der weltweitbekannten Missionarin und erzählt von ihren inneren Konflikten und der nicht immer einfachen Liebe zu Gott. Die österreichische Regisseurin und Drehbuchautorin lebt mit ihrem Mann, dem Cartoonisten Gerald Mayerhofer, in Wien.

Filmografie

  • 1986-1990: Österreich I (ORF-Dokumentation, Mitarbeit am Drehbuch)
  • 1990-1991: Hört die Signale (ORF-Dokumentation, Mitarbeit am Drehbuch)
  • 1993-1995: Die Zukunft des Alterns (ORF-Dokumentation, Buch und Regie)
  • 1996-1997: Alltagskultur (ORF-Dokumentation, Buch und Regie)
  • 1998: Hunger nach Liebe (ORF/3sat Reportage, Buch und Regie)
  • 1997-1998: Der Duft des Waldes (ORF-Dokumentation, Buch und Regie)
  • 1999: Kommando Zwangsarbeit (ORF-Dokumentation, Buch und Regie)
  • 1999: Liebe im Krieg (ORF-Dokumentation, Buch und Regie)
  • 2000: Makellos schön (ORF/3sat Dokumentation, Buch und Regie)
  • 2001: Wir schweigen nicht (ORF-Dokumentation, Buch und Regie)
  • 2003: Kap Verde – Insel der Sehnsucht (3sat-Dokumentation, Buch und Regie)
  • 2003: Otto von Habsburg – Kaisersohn ohne Krone (ORF-Dokumentation, Buch und Regie)
  • 2003: Der Griff nach dem Leben (ORF-Dokumentation, Buch und Regie)
  • 2003: Lechtal-Lebensraum Berg (ORF/NDR Dokumentation, Buch und Regie)
  • 2004: Die Seelenheiler (ORF-Dokumentation, Buch und Regie)
  • 2004: Der Mehlspeisadel (ORF/ARTE Dokumentation, Buch und Regie)
  • 2005: Der Almsommer (ORF-Dokumentation, Buch und Regie)
  • 2006: Große Lust (ORF/Bayrischer Rundfunk Dokumentation, Regie)
  • 2006: Engel, gibt’s die? (ORF-Dokumentation, Buch und Regie)
  • 2007/2008: Tod im Morgengrauen (ORF/ZDF/ARTE Doku-Drama, Buch und Regie)
  • 2009/2010: Mutter Teresa – Heilige der Dunkelheit (ORF/ZDF/ARTE Doku-Drama, Buch und Regie)

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://isacademy.org/awardsarticle.php?id=132&lang=en&PHPSESSID=5dd2e392e85db105606c317aa7a9f1cb
  2. http://files.adulteducation.at/voev_content/212-PreistraegerInnen%20seit%201967.pdf